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Kommentar : Alternative AfD?

  • -Aktualisiert am

Wie viel Marktwirtschaft steckt in der AfD? Eine klare Antwort gibt es noch nicht. Aber ein ernstzunehmendes Angebot kann dem politischen Wettbewerb nur gut tun.

          Wie viel Marktwirtschaft steckt in der AfD? Was haben die (liberalen) Ökonomen in ihren Reihen, jenseits der Euro-Kritik, eigentlich zu sagen? Eine klare Antwort auf die Frage gibt es noch nicht, die Partei steckt im Findungsprozess – und das öffentliche Augenmerk konzentriert sich verständlicherweise erst einmal darauf, wie weit und mit welchen Mitteln die AfD am rechten Rand zu fischen gedenkt.

          Doch zeigt die Gründung eines Mittelstandsforums, dass diejenigen nicht aufgegeben haben, die in der AfD eine Partei sehen, in der wirtschaftlicher Sachverstand eine Chance hat, und die die AfD zu einem neuen Anwalt der Sozialen Marktwirtschaft machen wollen. Das ist ein Posten, der in Zeiten der großen Koalition verwaist ist. Die FDP erhebt zwar weiter Anspruch darauf, auch der Wirtschaftsflügel der Union regt sich ab und an.

          Etabliert sich die AfD aber mit einem ernstzunehmenden Angebot, kann das dem politischen Wettbewerb nur guttun. Auf ihrem Parteitag Ende der Woche will die AfD über zentrale Wirtschaftsthemen in der Steuer- und Sozialpolitik diskutieren. Fruchtbar wird das jedoch nur, wenn in der AfD nicht länger der Streit über das künftige politische Lager der Partei alles dominiert.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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