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Kommentar : Altbekannte Schieflage

Die Weltwirtschaft nimmt Fahrt auf, vieler Unsicherheiten zum Trotz. Deutschland wirkt da wie ein Hort gepflegter Langeweile. Die Überschüsse dürften trotzdem weiter für Ärger sorgen.

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          Wie passt das zusammen? Wohin man schaut, überall zeigen sich politische und wirtschaftliche Risiken; gleichzeitig festigt sich das globale Wachstum. Nordkorea testet nicht nur Raketen, sondern auch die Geduld von Amerikas Präsident Donald Trump, der wiederum selbst mit seinem wenig berechenbaren Vorgehen einer wandelnden Zeitbombe gleicht.

          Die Türkei ergibt sich einem autoritären Machthaber. Die Briten und Franzosen sorgen mit Wahlen für Unsicherheit. Deutschland ist dagegen ein Hort gepflegter Langeweile mit Überschüssen in Bundeshaushalt und Leistungsbilanz, daran ändert auch die Bundestagswahl im Herbst wenig. In unsicheren Zeiten sollte man einen solchen Stabilitätsanker in Europa nicht unterschätzen. Gleichwohl kann sich Finanzminister Wolfgang Schäuble schon darauf einstellen, dass es in Washington einmal mehr scharfe Kritik am deutschen Exportüberschuss geben wird.

          Die Schieflage ist zwar nicht neu, aber für Trump ist das amerikanische Handelsdefizit von besonderer Bedeutung. Seine protektionistischen Drohungen haben den Dollar aber bisher nicht geschwächt. Die Handelsungleichgewichte werden daher nicht so schnell verschwinden.

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          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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