https://www.faz.net/-gqe-9whmi

Airbus : Verkehrte Welt in der Luftfahrt

Ein A380 von Airbus Bild: dpa

Der Airbus-Konzern ist ausgebucht, weist aber einen mehr als doppelt so hohen Verlust wie Boeing aus. Wie kommt das?

          1 Min.

          Verkehrte Welt in der Luftfahrt: Der Airbus-Konzern ist so ausgebucht, dass er den von Boeing enttäuschten Fluggesellschaften auf absehbare Zeit kaum Gegenangebote zur kriselnden Boeing 737-Max machen kann. Anders als bei den Amerikanern verkaufen sich die europäischen Maschinen weiterhin gut. Die jüngsten Weiterentwicklungen wie der Ausbau des A321 zum Langstreckenflugzeug kommen an; die Produktion steigt. Und dennoch weist Airbus für 2019 einen mehr als doppelt so hohen Verlust wie Boeing aus. Wie kommt das? Airbus arbeitet jede Menge Altlasten ab, vor allem die Milliardenstrafe durch den Korruptionsskandal.

          Allerdings tut sich beim Blick nach vorne durch die Cockpitscheiben auch nicht nur blauer Himmel auf. Im Bereich Verteidigung und Weltraum sinkt der Gewinn erheblich und erfordert Personalabbau. Die Strukturen sind gerade in der Raumfahrt noch nicht dem scharfen Wettbewerb angepasst worden.

          Zudem haben sich die Exportaussichten in der Rüstung eingetrübt, weil die Bundesregierung aus politischen Gründen auf der Bremse steht. Der Militärtransporter A400M ist längst ein Milliardengrab. Somit kommt bei Airbus wenig Freude an der Boeing-Krise auf. Im eigenen Haus hat man genug zu tun.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Die Arbeit an der Corona-App geht voran

          Infektionsketten finden : Die Arbeit an der Corona-App geht voran

          Der Bund setzt bei der Programmierung der App offenbar auf eine Eigenentwicklung. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, hat ein Unionspolitiker steuerliche Anreize für die Nutzer ins Gespräch gebracht.

          Topmeldungen

          Vorsicht vor dem Virus: Menschen unterwegs in Istanbul

          Pandemie im Überblick : WHO warnt warnt vor voreiliger Entspannung

          Auch Kanzlerin Merkel ruft die Bürger zur Vernunft auf. Weltweit steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen. Allein Europa zählt mehr als 40.000 Corona-Tote – besonders in Frankreich steigt die Zahl. In Italien keimt zumindest etwas Hoffnung auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.