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Kommentar : Das wirtschaftliche Rückgrat stärken

  • -Aktualisiert am

Abschottung wäre Gift für die deutsche Industrie. Doch auch andere Gefahren könnten gerade den Familienunternehmen schaden. Überzogene Auflagen sollten da erst recht ausbleiben.

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          Die Industrie ist das Rückgrat der Wirtschaft. Das zeigt sich gerade in den Ländern, wo das verarbeitende Gewerbe schwach ist, weil es vertrieben wurde oder nicht geachtet wird. Man muss nicht weit über die deutschen Grenzen hinausschauen, um abschreckende Beispiele dafür zu finden:

          Frankreich und Großbritannien sind nur zwei prominentere. Nicht zufällig hat die EU sich schon vor Jahren das Ziel gesetzt, den Anteil der Industrie an der Wertschöpfung zu erhöhen. In Deutschland beträgt er 23 Prozent und liegt damit um die Hälfte über dem europäischen Durchschnitt. Auch deshalb konnte die Finanzkrise des vergangenen Jahrzehnts zügig abgehakt werden.

          Die einzigartige Struktur der Familienunternehmen, darunter viele verborgene Weltmarktführer, ist Garant für die schnelle Anpassung an sich wandelnde Märkte. Doch hier drohen große Unwägbarkeiten. Sie reichen vom aufkommenden Nationalismus bis hin zu freihandelsfeindlichen Strömungen von Washington bis Peking. Abschottung wäre Gift für die deutsche Industrie, deren Markt die Welt ist. Umso mehr sollte die heimische Basis gestärkt werden. Bildung gehört dazu. Überzogene Sozial- oder Umweltauflagen nicht.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

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