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Absage des Dschungelcamps? : Spiel mit dem Feuer

  • -Aktualisiert am

Die Moderatoren des Dschungelcamps: Daniel Hartwig und Sonja Zietlow Bild: dpa

Politiker finden eine Ausrichtung des Dschungelcamps in diesem Jahr geschmacklos. Für RTL ist die Lage unangenehm. Und doch fragt man sich: Was würde eine Absage den Australiern bringen?

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          Das Dschungelcamp soll abgesagt werden, finden deutsche Politiker aus unterschiedlichsten Parteien. Geschmacklos sei es, finden sie, eine Sendung im australischen Dschungel zu drehen, während das Land von riesigen Waldbränden heimgesucht wird.

          Was eine solche Absage Australien bringen soll, ist jedoch unklar. Denn die Sicherheit vor Ort einzuschätzen, ist Sache von RTL und der lokalen Behörden. Schließlich sollte man nicht vergessen, dass selbst der von den Bränden stark betroffene Bundesstaat New South Wales, in dem das Dschungelcamp stattfindet, noch mehr als doppelt so groß ist wie ganz Deutschland.

          Aus Sicht von RTL dürfte dagegen eine andere Frage noch viel schwieriger werden: Schafft es RTL, ein Umfeld zu schaffen, in dem McDonalds und Weight Watchers werben können, ohne dass ihnen vorgeworfen wird, sich nicht um die Waldbrände zu scheren? Dass Werbekampagnen nach hinten losgehen, hat man schon häufig genug gesehen.

          Das kann der Sender verhindern, wenn er glaubhaft machen kann, dass die Show den Australiern nützt und nicht schadet. Selbst zu spenden und die Zuschauer dazu aufzurufen – die Australian Open machen es vor –, ist dafür der gängige Weg. Im Gegensatz zu einer Absage hätten die Australier davon am Ende sogar etwas.

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          Kandidaten-Check : Wer tummelt sich da im Dschungel?
          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

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