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Kohlekommission vor Ergebnis : „Das birgt ein Eskalationspotential, davor habe ich Angst“

Der Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlerevier Bild: dpa

Milliardentransfers ohne zügige Abschaltung von Kohlekraftwerken würden „keinerlei Befriedung stiften“, warnen die Umweltverbände. Am Freitag soll der Abschlussbericht der Kommission kommen – wenn er denn kommt.

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          Die Umweltverbände erhöhen ihren Druck auf die Mitglieder der Kohlekommission, sich an diesem Freitag auf eine zügige Abschaltung von Kraftwerken zu verständigen. Es sei den Steuerzahlern nicht zu vermitteln, milliardenschwere Transfers zu beschließen, ohne dass gleichzeitig ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werde, sagte Kai Niebert der F.A.Z. Er ist Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), eines Dachverbands von Umweltorganisationen, und Mitglied der wichtigen Strommarkt-Gruppe der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Ein Arbeitsergebnis, bei dem Geld an Bundesländer und Konzerne fließe, aber dem Klimaschutz nicht sichtbar geholfen würde, wäre „verheerend“, mahnte Niebert. „Ein solch fauler Kompromiss würde keinerlei gesellschaftliche Befriedung stiften, im Gegenteil.“ Dann könne er nicht ausschließen, dass Umweltaktivisten in den Braunkohlerevieren Tagebaue, etwa am Hambacher Forst, besetzten. „Das birgt ein Eskalationspotential, davor habe ich Angst“, sagte er.

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