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Carsten Knop

Koalitionsverhandlungen : Mehr Markt in der Energieversorgung wagen

  • -Aktualisiert am

Die Energiewende wird ein wichtiges Thema in den Koalitionsverhandlungen. Zentrales Ziel muss dabei sein, dass die EEG-Umlage nicht noch weiter steigt.

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          Die Bilanz der Energiewende sieht so aus: Selbst die durch die Ökostromumlage indirekt hochsubventionierten Anbieter von Wind- und Solaranlagen sind verunsichert, weshalb größere Projekte stocken. Fabriken mit energieintensiver Produktion werden im Ausland gebaut. Die verbleibende Industrie droht mit Arbeitsplatzabbau.

          Weil die Einspeisung von Ökostrom zugleich den Preis von Emissionszertifikaten auf Tiefststände drückt, ist es günstiger, Strom aus Kohle als aus umweltfreundlicherem Gas zu produzieren. Das konterkariert die Klimaziele.

          Auch regional gibt es divergierende Interessen: An der Küste setzen die Bundesländer auf Windkraft, in Nordrhein-Westfalen möchte man die Braunkohle nicht verlieren. Die Zielkonflikte versprechen interessante Verhandlungen zwischen den Koalitionären CDU/CSU und SPD.

          Dabei darf es aber nicht um eine Ausnahme für die Industrie hier und Flickschusterei für den Privatkunden dort gehen. Der Anstieg der EEG-Umlage muss gestoppt werden; der Handel mit Emissionszertifikaten verdient den intensivsten Blick. Grundsätzlich gilt: Mehr Marktwirtschaft soll schon manchem System aus der Krise geholfen haben.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

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