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Kosten fürs Arbeitszimmer : Koalition will die Homeoffice-Pauschale

Der Staat will die Aufwendungen für einen Heimarbeitsplatz bei der Steuer berücksichtigen. Bild: dpa

Als Mitte März viele Arbeitnehmer zum Arbeiten nach Hause geschickt wurden, fehlte vielen ein Arbeitszimmer. Dennoch beanspruchten sie für die Arbeit ihre Wohnung. Nun will das die schwarz-rote Koalition anerkennen.

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          Die neue Homeoffice-Pauschale wird nach SPD-Angaben auf zwei Jahre begrenzt. Sie soll zudem nicht neben dem üblichen Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro gewährt werden. Dieser Punkt galt zuletzt  als offen. „Die Aufwendungen für die Arbeit im häuslichen Umfeld können – wie andere Werbungskosten auch – nur im Rahmen des Arbeitnehmerpauschbetrags, anerkannt werden“, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Lothar Binding, der F.A.Z.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Wie berichtet, sollen Arbeitnehmer 5 Euro für jeden Tag geltend machen können, den sie zuhause arbeiten, auch wenn sie kein  Zimmer dafür nachweisen können. Wie Binding hervorhob, sollte die Neuregelung nur für 100 Tage im Jahr gelten. In dem Fall käme man auf eine Obergrenze von 500 Euro. Die CSU will sogar  120 Tage im Homeoffice steuerlich anerkannt sehen.

          Die Deutsche Steuergewerkschaft unterstützt die geplante Neuregelung. „Die Deutschen lieben Pauschalen“, sagte ihr Vorsitzender Thomas Eigenthaler der F.A.Z.  Die neue Homeoffice-Pauschale sei „anti-hinterzieherisch“, betonte er. „Wer die Pauschale geltend macht, deklariert zugleich das Minus bei der Entfernungspauschale. Hier gibt es eine wichtige Wechselwirkung.“ FDP-Fraktionsvize Christian Dürr forderte eine Homeoffice-Pauschale von mindestens 100 Euro im Monat, „damit bei den Bürgern auch eine wirkliche Entlastung ankommt“.

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