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Koalition in Thüringen : Passt Schwarz zu Rot?

Kann das funktionieren? Linke und CDU werden in Thüringen wohl zusammen regieren müssen. Bild: dpa

CDU und Linke müssen in Thüringen wohl kooperieren. Neben vielen Unterschieden gibt es erstaunliche Schnittmengen. Sogar in der Wirtschaftspolitik.

          8 Min.

          Es war in dieser Woche schwer, dem Thüringer CDU-Landesvorsitzenden Mike Mohring zu folgen. Erst schloss er ein Regierungsbündnis mit dem Wahlsieger von der Linkspartei kategorisch aus, dann schien er doch dafür bereit zu sein, was er kurz darauf wieder dementierte und sich zwischenzeitlich auf die Suche nach alternativen Mehrheiten begab. Sprechen wird er indes nach Lage der Dinge mit dem linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow. Einiges spricht dafür, dass er mit ihm am Ende zumindest bei einzelnen Gesetzesvorhaben zusammenarbeitet, damit das Land nicht unregierbar wird.

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Das klingt erst mal wie die Vermählung von Feuer und Wasser, zumindest aus der Perspektive der Westdeutschen, wo die SED-Vergangenheit der Linkspartei eine größere Rolle spielt als im Osten. So wurde es in den ersten Tagen auch vielfach kommentiert: Auf der einen Seite die Linkspartei als Erbin der ostdeutschen Staatspartei, die überhaupt nur durch Zwang an die Macht kam und in der Sowjetischen Besatzungszone mit brachialen Methoden Sozialismus und Planwirtschaft einführte.

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