https://www.faz.net/-gqe-a434o

Folgen des Klimawandels : Wie sich Deutschland für Wasserknappheit rüsten will

  • Aktualisiert am

Wasserspeicherreservoir der Wasserversorgung für Trinkwasser und Nutzwasser in Oberursel bei Frankfurt Bild: Stadtwerke Oberursel

Durch den Klimawandel wird die Wasserversorgung zu einer Herausforderung. Konflikte zwischen verschiedenen Interessengruppen drohen. Deshalb haben sich jetzt Kommunen, Umweltgruppen und Verbände mit der Bundesregierung zusammengesetzt.

          1 Min.

          Angesichts des Klimawandels will sich Deutschland für eine drohende Wasserknappheit rüsten. Konflikten um Wasser müsse angesichts häufiger auftretender Dürreperioden frühzeitig, flexibel und unter Beteiligung aller Interessengruppen begegnet werden, heißt es im am Montag veröffentlichten Abschlusspapier des „Nationalen Wasserdialogs“. Beteiligt an dem Dokument sind rund 300 Vertreter von Regierung, Kommunen, Umweltgruppen und Verbänden.

          Teilnehmer hätte von ersten Konflikten um Wassermengen und Qualität bei Trockenheit und Niedrigwasser berichtet, heißt es im Papier. „Diese werden sich im Zuge des Klimawandels verstärken“. Bei langanhaltenden Hitzeperioden sei mit lokalen oder regionalen Einschränkungen der Trinkwasserversorgung zu rechnen. Konflikte könne es dann zwischen Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und Grundwasserschutz geben.

          Ziel des vom Umweltministerium organisierten Dialogs soll es sein, solche Konflikte mit Blick auf den Zeitraum bis 2050 weitgehend zu vermeiden. „Wasser in ausreichender Menge und guter Qualität ist eine essenzielle Lebensgrundlage für Mensch und Natur sowie für das soziale und wirtschaftliche Handeln der Menschen“, heißt es im Papier. Umweltministerin Svenja Schulze will es am Donnerstag bei der Abschluss-Veranstaltung des Dialogforums erläutern.

          In dem Papier sind 16 Kernbotschaften formuliert: Um Konflikte rund um die Landwirtschaft zu vermeiden, soll ein „Handbuch für gewässerschonenden Landnutzung“ geschrieben werden. Zudem sollen regionale Wasserhaushalte und besonders dort die Grundwasserverhältnisse bei Wasserentnahme ins Auge gefasst werden. Konflikte zwischen der Wasserwirtschaft und der Kraftwerksbetreiber wegen der Nutzung von Kühlwasser würden sich voraussichtlich in de nächsten Jahren mildern. Grund sei der Ausstieg aus der Atomkraft sowie der Kohleverstromung. Der Bedarf der Industrie an Wasser werde aber voraussichtlich in ähnlicher Höhe weiterbestehen.

          Wissen war nie wertvoller

          Sichern Sie sich mit F+ 30 Tage lang kostenfreien Zugriff zu allen Artikeln auf FAZ.NET.

          JETZT F+ LESEN

          Grundsätzlich akzeptierten zwar alle Beteiligten im Dialog das Verursacherprinzip und damit auch, „Umweltkosten“ zu begleichen. Es gab aber keine Verständigung darauf, wie genau dieses beim Gewässerschutz definiert werden soll. Eine konkrete Benennung wie Landwirtschaft, Industrie oder Gewerbe wird es damit vorerst nicht geben. Bund und Länder wollen dafür nun aber ein Konzept erarbeiten.

          Weitere Themen

          Flixbus übernimmt „Greyhound“ Video-Seite öffnen

          Bekannte US-Fernbuslinie : Flixbus übernimmt „Greyhound“

          Flixmobility hat das US-amerikanische Busunternehmen Greyhound übernommen. Die GmbH mit Sitz in München teilte am Donnerstag mit, dass sie die Firma mit den ikonischen blau-silbernen Bussen für 46 Millionen Dollar von der britischen FirstGroup gekauft habe.

          Topmeldungen

          Seit gut drei Jahren ein Paar: Prinz Philippos und Nina Flohr bei einer Hochzeit im Jahr 2019.

          Royale Hochzeit in Athen : Königssohn heiratet Milliardärstochter

          Prinz Philippos, der jüngste Sohn des letzten Königs der Hellenen, gibt am Samstag Nina Flohr das kirchliche Jawort in Athen. Noch wird gerätselt, wer zu den Gästen zählt. Fehlen wird Philippos’ ver­unglückte Patentante: Prinzessin Diana.
          Arbeit am Baudenkmal: Ein ehemaliges Ausflugslokal in Brandenburg, das Eierhäuschen im Plänterwald. Die Eröffnung ist für 2022 geplant.

          Sanierung von Denkmälern : Vom Reiz alter Mauern

          Baudenkmäler bieten ein besonderes Flair. Ihre Sanierung ist aber mit vielen Hürden verbunden. Steuerliche Vorteile gibt es nur, wenn alle Auflagen eingehalten werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.