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Folgen des Klimawandels : Wie sich Deutschland für Wasserknappheit rüsten will

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Wasserspeicherreservoir der Wasserversorgung für Trinkwasser und Nutzwasser in Oberursel bei Frankfurt Bild: Stadtwerke Oberursel

Durch den Klimawandel wird die Wasserversorgung zu einer Herausforderung. Konflikte zwischen verschiedenen Interessengruppen drohen. Deshalb haben sich jetzt Kommunen, Umweltgruppen und Verbände mit der Bundesregierung zusammengesetzt.

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          Angesichts des Klimawandels will sich Deutschland für eine drohende Wasserknappheit rüsten. Konflikten um Wasser müsse angesichts häufiger auftretender Dürreperioden frühzeitig, flexibel und unter Beteiligung aller Interessengruppen begegnet werden, heißt es im am Montag veröffentlichten Abschlusspapier des „Nationalen Wasserdialogs“. Beteiligt an dem Dokument sind rund 300 Vertreter von Regierung, Kommunen, Umweltgruppen und Verbänden.

          Teilnehmer hätte von ersten Konflikten um Wassermengen und Qualität bei Trockenheit und Niedrigwasser berichtet, heißt es im Papier. „Diese werden sich im Zuge des Klimawandels verstärken“. Bei langanhaltenden Hitzeperioden sei mit lokalen oder regionalen Einschränkungen der Trinkwasserversorgung zu rechnen. Konflikte könne es dann zwischen Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und Grundwasserschutz geben.

          Ziel des vom Umweltministerium organisierten Dialogs soll es sein, solche Konflikte mit Blick auf den Zeitraum bis 2050 weitgehend zu vermeiden. „Wasser in ausreichender Menge und guter Qualität ist eine essenzielle Lebensgrundlage für Mensch und Natur sowie für das soziale und wirtschaftliche Handeln der Menschen“, heißt es im Papier. Umweltministerin Svenja Schulze will es am Donnerstag bei der Abschluss-Veranstaltung des Dialogforums erläutern.

          In dem Papier sind 16 Kernbotschaften formuliert: Um Konflikte rund um die Landwirtschaft zu vermeiden, soll ein „Handbuch für gewässerschonenden Landnutzung“ geschrieben werden. Zudem sollen regionale Wasserhaushalte und besonders dort die Grundwasserverhältnisse bei Wasserentnahme ins Auge gefasst werden. Konflikte zwischen der Wasserwirtschaft und der Kraftwerksbetreiber wegen der Nutzung von Kühlwasser würden sich voraussichtlich in de nächsten Jahren mildern. Grund sei der Ausstieg aus der Atomkraft sowie der Kohleverstromung. Der Bedarf der Industrie an Wasser werde aber voraussichtlich in ähnlicher Höhe weiterbestehen.

          Grundsätzlich akzeptierten zwar alle Beteiligten im Dialog das Verursacherprinzip und damit auch, „Umweltkosten“ zu begleichen. Es gab aber keine Verständigung darauf, wie genau dieses beim Gewässerschutz definiert werden soll. Eine konkrete Benennung wie Landwirtschaft, Industrie oder Gewerbe wird es damit vorerst nicht geben. Bund und Länder wollen dafür nun aber ein Konzept erarbeiten.

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