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Klimaschutz : Es werde Moor

Mehr Wasser, weniger Ertrag: Im Rhinluch in Brandenburg werden neue Ideen für die Bewirtschaftung nasser Moorböden erprobt. Bild: Julia Zimmermann

Die deutschen Moore könnten riesige Mengen Treibhausgase speichern – wenn man sie wieder unter Wasser setzt. Dann können dort aber keine Kühe mehr weiden. Wovon sollen die Bauern künftig leben?

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          „Hier findet typische Bewirtschaftung statt: Die Umsetzung von Gras in Proteine“, sagt Jens Winter. Wir stehen am Rande einer Wiese, darauf Kühe mit Kälbern. Ringsum flaches, weites Grünland. Typisch für das Rhinluch, die zweitgrößte Moorlandschaft Brandenburgs. „Luch“ ist die traditionelle örtliche Bezeichnung für ausgedehnte vermoorte Niederungen. Durch das Gebiet fließt der Rhin, der im Westen in die Havel mündet. Die Kühe fressen, käuen wieder, ruhen. Umsetzung von Gras in Proteine. Ein friedliches Bild.

          Katja Gelinsky
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin

          „Aber können wir uns diese Form der Moornutzung als Gesellschaft noch leisten?“ Anje Marten blickt nachdenklich zu den grasenden Eiweißproduzenten. Die Tiere gehören zur Rhinmilch Agrargesellschaft. Jens Winter ist Prokurist der Muttergesellschaft. Rund 80 Mitarbeiter hat der Rhinmilchverbund mit Sitz in Fehrbellin im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Die Geschäftsfelder: Milchproduktion und Mutterkuhhaltung, traditioneller und ökologischer Ackerbau sowie Energieproduktion – Biogas und Photovoltaik. Winter, 60 Jahre alt, hat fast sein ganzes Berufsleben in der Landwirtschaft im Rhinluch gearbeitet. Anje Marten, 45 Jahre alt, ist erst seit Kurzem vor Ort. Seit April leitet die Wasserbauingenieurin vom Landesamt für Umwelt im Rhinluch ein Moorprojekt.

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