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Klimaschutz in der Luftfahrt : Giftiges Gemisch am Himmel

  • -Aktualisiert am

Ein Flugzeug über dem John Lennon Airport in Liverpool Bild: AFP

Die Tickets sind zu billig und die Zusagen zum Klimaschutz zu dünn. Deshalb muss der Flugverkehr jetzt harte staatliche Eingriffe fürchten. Wenn sich am Ende allerdings nur noch Reiche einen Flug leisten können, ist das ein Rückschritt.

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          Die starke Nachfrage nach ihren Angeboten wird zum größten Manko der Luftfahrt. Ein Flugchaos wie 2018 und Emissionen aus immer mehr Flugzeugen haben sich zu einem giftigen Gemisch vermengt. Wenn Rekordzahlen an Flügen und Passagieren zu Rekordverspätungen führen, fragen sich sogar Vielflieger, wie viel Wachstum noch vertretbar ist. Umweltaktivisten sind ohnehin der Ansicht, dass zu viel los sei am Himmel. Fluggesellschaften lassen aber trotz der Überkapazitäten zusätzliche Jets aufsteigen. Niemand will zum Verlierer der begonnenen Konsolidierung des Marktes werden. Um das Klima kümmert man sich danach.

          Fliegen ist so günstig wie nie. Die Kritik an Billigtickets ist populär, wenn die Taxifahrt zum Terminal mitunter mehr kostet als der Flug. Der Ticketpreis hat kaum noch mit der Streckenlänge und erst recht nicht mit dem Umweltfolgen zu tun, sondern mit dem Wettbewerb. Für 60 Minuten in der Luft von Frankfurt nach Hamburg ist zuweilen ein Vielfaches des Preises zu zahlen, der für mehr als vier Stunden nach Teneriffa fällig wird. Der durchschnittliche Endpreis liegt zwar nach einer aktuellen Untersuchung bei kaum einer Fluggesellschaft unter 50 Euro, selbst bei Ryanair nicht. Gleichwohl machen die Billigangebote – seien es 9,99 Euro bei Ryanair oder 24,99 Euro bei der Lufthansa-Marke Eurowings – die Branche zum Buhmann.

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