https://www.faz.net/-gqe-93fy8

Demonstration in Bonn : Klimaschützer kritisieren Angela Merkel

  • Aktualisiert am

Aktivisten kritisieren auf einer Klima-Demo in Bonn Kanzlerin Angela Merkel. Bild: GUELLAN/EPA-EFE/REX/Shutterstock

In Bonn haben die ersten Demonstrationen zur Klimakonferenz begonnen. Umweltaktivisten forderten Kanzlerin Angel Merkel auf, aus der Kohle auszusteigen.

          1 Min.

          Zwei Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz haben in Bonn die ersten Demonstrationen begonnen. Auf dem Münsterplatz in der Innenstadt versammelten sich am Samstagvormittag mehrere hundert Menschen, die zu mehr Klimaschutz-Anstrengungen aufriefen. Sie waren teilweise aus Frankreich und aus den Niederlanden angereist. Die eigentliche Kundgebung war für den Nachmittag geplant.

          Greenpeace hatte eine große Erdkugel gebastelt, auf der Kohlekraftwerke eine dunkelgraue Wolke mit dem Gesicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ausstießen. Darunter stand die Forderung: „Raus aus der Kohle, Frau Merkel!“ Andere Demonstranten zeigten Transparente mit Aufschriften wie „Change the system to save our planet!“ (Ändert das System, um unseren Planeten zu retten!) In Köln versammelten sich etwa 800 Fahrradfahrer, um zu der Demo nach Bonn zu radeln. Die Polizei erwartete keine Probleme: „Alles superfriedlich hier“, sagte ein Sprecher.

          Bei der am Montag beginnenden Weltklimakonferenz in Bonn geht es darum, die Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens konkret umzusetzen.

          Mehr Zusammenarbeit gefordert

          Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) mehr Zusammenarbeit beim Klimaschutz auf regionaler Ebene gefordert. „Fast die Hälfte der weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen in Städten, darum müssen die Städte auch Teil der Lösung sein“, sagte Hendricks den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag. Das Beispiel der Vereinigten Staaten zeige, dass sich viele Städte und Regionen trotz der Politik von Präsident Donald Trump beim Klimaschutz nicht aufhalten ließen.

          Die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann, erhofft sich von der am Montag beginnenden Klimakonferenz ein „ein starkes Signal für ein gemeinsames internationales Handeln“. Dieckmann sagte der „Heilbronner Stimme“ vom Samstag, in Bonn müsse der „Startschuss“ für eine erste Nachbesserung der Klimaziele von Paris fallen, um den globalen Temperaturanstieg weiter zu verringern. Das Pariser Abkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad - möglichst auf 1,5 Grad - im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Demokratin Nancy Pelosi gerät im Weißen Haus mit Präsident Donald Trump aneinander.

          Trump gegen Pelosi : Da oben ist was nicht in Ordnung

          Syrien, Ukraine – und die eigene Partei: Donald Trump kämpft an mehreren Fronten. Das geht an die Substanz des amerikanischen Präsidenten. Das zeigt auch der heftige Streit mit Nancy Pelosi. Unterdessen verschärft sich die Konfrontation mit dem Kongress.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.