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Klimapaket : Wie teuer wird es für mich?

Zur Arbeit auf dem Pedelc – das schon die Umwelt und langfristig die Geldbörse. Bild: myStromer AG

Das Klimapaket der Bundesregierung kostet manche Leute Geld, anderen bringt es eine Ersparnis. Wir haben einige Fälle durchgerechnet. In manchen können Pendler zum Beispiel sogar Geld sparen.

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          Heizen

          Beim Heizen stoßen die Deutschen große Mengen an CO2 aus. Daran hat sich in den vergangenen Jahren wenig getan – trotz aller Dämm-Initiativen. Hier ändert sich die Lage durch das Klimapaket spürbar. Wer eine alte Ölheizung durch ein neues, effizientes System ersetzt, soll 40 Prozent der Einbaukosten an den Staat abgeben können. „Durch die Abwrackprämie werden Wärmepumpen gegenüber Ölheizungen günstiger“, sagt Johannes Wagner, Ökonom am Energiewirtschaftlichen Institut in Köln (EWI). Eine neue Ölheizung für ein Einfamilienhaus verursacht laut seiner Modellrechnung künftig Kosten von 42.500 Euro für Einbau und Betrieb während einer Nutzungsdauer von 20 Jahren. Eine Wärmepumpe schlägt nur mit 33.000 Euro zu Buche. Allerdings muss man oft die Hauswand dämmen, bevor man eine Wärmepumpe einbauen kann. Neue Ölheizungen sind von 2026 an verboten.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Auch bestehende Ölheizungen werden künftig teurer zu betreiben, wenn auf das Heizöl der neue CO2-Preis fällig wird. Im Gegenzug wird Strom günstiger, weil der Staat die Einkünfte aus der CO2-Bepreisung verwendet, um die EEG-Umlage zu senken.

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