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Emissionen der Stahlindustrie : Windräder für die Hochöfen

Nicht nur die Silhouette ändert sich: Salzgitter Stahl will die deutsche Industrieproduktion erneuern. Bild: Salzgitter AG

Erneuerbare Energien statt Kohle- und Kernkraft: Die Stahlindustrie in Deutschland muss bis zum Jahr 2050 CO2-neutral werden. Das Hüttenwerk in Salzgitter macht erste Schritte in die klimaneutrale Zukunft der Branche.

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          Das Bild des Hüttenwerks der Salzgitter Stahl AG prägten bisher Hochöfen und qualmende Schornsteine. Jetzt ziehen sieben wuchtige, 170 Meter hohe Windräder auf dem Gelände die Blicke auf sich. „Die Silhouette ändert sich“, sagte Salzgitter Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann am Donnerstag, als er die sogenannte Sektorenkopplung „Windwasserstoff Salzgitter – Wind H2“ in Betrieb nahm.

          Carsten Germis
          (cag.), Wirtschaft

          Gemeinsam mit dem Industriegasproduzenten Linde und dem regionalen Eon-Tochterunternehmen Avacon als Stromversorger hat Salzgitter Stahl damit einen ersten, wichtigen Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Stahlindustrie gemacht. Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern nutzt nun Ökostrom aus Windkraft, um direkt auf dem Werksgelände „grünen“ Wasserstoff für eine CO2-arme Stahl-Produktion zu gewinnen. Nach Angaben der drei Unternehmen ist es das erste konkrete industrielle Vorhaben dieser Art im Land.

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