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Klimaneutrales Fleisch : Mit Algen gegen Kuh-Abgase

Australische Rinder bei der Fütterung. Bild: Bloomberg

Die Rinderzucht trägt maßgeblich zur Klimakrise bei. Forscher fanden nun heraus, dass die Tiere mit einer bestimmten Fütterung kein Methangas ausstoßen. Diese Erkenntnis soll die globale Tierhaltung revolutionieren.

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          Sie ziehen über die Weiden, sie fressen Gras, sie verdauen es, und dabei lassen sie Gas ab: Das Methangas, das Kühe, aber auch Schafe an die Atmosphäre abgeben, ist einer der großen Verursacher der Klimakrise. In Australien etwa gelten die Rinderherden als der drittgrößte Produzent von Treibhausgas, auf der Welt stammt ein Fünftel des Treibhausgases von Nutztieren. Wissenschaftler der australischen Forschungsbehörde Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) scheinen nun Abhilfe gefunden zu haben: Sie verfüttern den Tieren Rotalgen (Asparagopsis), und die Blähungen legen sich.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Dafür reiche eine Beifütterung von nur einem Prozent gefriergetrockneter Rotalgen aus, erklären die Forscher. Sie hoffen, durch die geplante Kommerzialisierung weitgehend treibhausgasneutrale Steaks und Milch produzieren zu können. Besser noch: Die Tiere mit der Zusatznahrung aus dem Meer sollen etwa 20 Prozent schneller zur Schlachtreife gewachsen sein; so würden viele Ressourcen gespart.

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