https://www.faz.net/-gqe-8alz4
intro

Cool bleiben

Von RALPH BOLLMANN, JONAS JANSEN, NADINE OBERHUBER und LENA SCHIPPER

27. November 2015. Der Klimawandel kommt. Die Erde heizt sich auf. Die Menschheit kann das kaum verhindern. Doch wir können uns anpassen – wenn wir nur wollen.

W er in Garmisch in der Nähe der Zugspitze über die Almwiesen läuft, kann sich schon heute gut vorstellen, wie die Bergwelt im Jahr 2030 aussehen könnte: Obwohl November, ist es bei knapp 20 Grad sogar im T-Shirt fast zu warm zum Wandern. Das wäre eigentlich nichts Ungewöhnliches – bei Föhnwetter sind oft noch Mitte Dezember solche warmen Tage in den Alpen zu erleben.

Aber heute ist kein Föhn. Es ist „stabiles Hochdruckwetter“, und das schon seit Tagen, deswegen blühen auf den Weiden die Gänseblümchen. Es recken sich plötzlich sogar wieder ein paar Blumen in die Sonne, die nicht umsonst Frühlingsenziane heißen. Der Gipfel der Zugspitze, der 2962 Meter über dieser Idylle thront, leuchtet derweil fahl grau. Nur ganz oben sieht es aus, als hätte jemand einen Hauch Puderzucker darübergestreut. Auf Schnee warten die Garmischer in diesem Jahr vielleicht noch lange.

Die Politik ist aufgeschreckt, das Problem der Erderwärmung ist erkannt. Nicht nur in den Alpen, sondern überall auf der Welt. Ende November wollen sich die Regierungschefs in Paris zum Klimagipfel der Vereinten Nationen treffen. Das Großereignis soll trotz der Attentate in der französischen Hauptstadt stattfinden. Oder vielleicht auch gerade deshalb: Eine Versammlung der wichtigsten Politiker der Welt in einer Stadt, die vom Terror erschüttert wurde, hätte Symbolkraft. Auch so könnten die Vereinten Nationen Einigkeit und Zusammenhalt demonstrieren.

Für das Klima wollen sie nach unzähligen gescheiterten Versuchen endlich eine verbindliche Strategie entwickeln, die den Ausstoß von Treibhausgasen und damit die Erderwärmung eindämmt – so weit, dass die schlimmsten Katastrophenszenarien der Klimawissenschaftler nicht Wirklichkeit werden: von Flut und Dürre unbewohnbar gemachte Kontinente, der unwiederbringliche Verlust von Teilen der Tier- und Pflanzenwelt oder gar eine neue Eiszeit.

Nach den pessimistischsten Studien könnte der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um bis zu zwei Meter steigen und damit ganze Länder verschlucken. Allein der schmelzende Gletscher Zacharie Isstrom in Grönland könnte den Meeresspiegel um einen halben Meter steigen lassen, berichteten Forscher gerade erst. Derzeit steigt der Pegel der Weltmeere um drei Zentimeter im Jahrzehnt, was allerdings auch schon 50 Prozent mehr ist als der Durchschnitt des vergangenen Jahrhunderts. Ausgehend vom politischen Ziel aus dem Jahr 2011, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken, haben Forscher drei Szenarien entwickelt: Wenn alle Länder weitermachen wie bisher, steigt die Erderwärmung um vier Grad. Tun sie nichts, sind es fünf. Doch selbst mit festen Zusagen der Staaten wird die Temperatur auf dem Globus nach Berechnungen der Klimaforscher noch um durchschnittlich 2,7 bis 3 Grad steigen.

Das erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit von heftigen Tropenstürmen. Die steigende Verdunstung kann auch dazu führen, dass Städte häufiger von Hochwasser überschwemmt werden. Gleichzeitig trocknen Seen aus und Flüsse versiegen. Schon jetzt wird der Klimawandel als ein wichtiger Fluchtgrund gesehen, Menschen verlassen ihre Heimat nicht nur wegen Kriegen. Um die Folgen der Erderwärmung zu sehen, muss man gar nicht in Kriegsgebiete oder auf die Malediven fahren, wo der Indische Ozean immer mehr Inseln frisst. Wer verstehen will, was Eisschmelze bedeutet, braucht nicht nach Grönland oder Spitzbergen in die Arktis zu reisen. Dafür reicht ein Ausflug an den deutschen Alpenrand.

Dort waren vorigen Winter erst Anfang Januar die Hänge rund um die Zugspitze, Deutschlands höchsten Berg, so richtig weiß. Noch ist so ein später Winter eine Ausnahme, sagt Klimaforscher Harald Kunstmann, der auf den Wiesen vor Garmisch für das Karlsruhe Institute of Technology regionale Klimasysteme erforscht. Vereinzelte warme Winter und trockene Sommer hat es schon immer gegeben, das belegen die Wetteraufzeichnungen der vergangenen 150 Jahre. Doch wenn die Erderwärmung fortschreitet wie bisher, dann werden sie noch viel häufiger.

Schon im Jahr 2030 könnte der frühlingshafte November in Garmisch der Normalzustand sein. Denn für die Berge gilt noch eine Sonderregel, haben die Forscher errechnet: Erhöht sich die Temperatur weltweit um zwei Grad, dann wird es in den Alpen vier Grad wärmer.

© ImagoIn den Alpen: Wo früher ein Gletscher war, wandert man heute durch Geröll.

Den Zugspitzgletscher wird es deshalb nicht mehr lange geben, vielleicht nur noch 30 Jahre, schätzt Kunstmann. Das hänge vom Verlauf der kommenden 10 bis 20 Jahre ab. „Skigebiete unterhalb von 1500 Metern werden es sehr schwer haben in den nächsten 30 Jahren.“ In Bayern sind das im Grunde alle bis auf das Zugspitzplatt. Aber auch in Österreich und der Schweiz liegen etliche Skiregionen nicht höher. Skifahren in Europa – damit könnte es durch den Klimawandel an vielen Orten schon in wenigen Jahren vorbei sein.

Für die Zugspitze kommt in dieser Hinsicht womöglich jeder Klimabeschluss zu spät. Das zeigen alte Fotos vom Höhenrain-Panoramaweg, der am Hangrücken direkt vis-à-vis der mächtigen Nordwand entlangführt: Noch um 1920 lag auf dem Berg ein großer, dicker weißer Eisblock. Später teilte sich der schrumpfende Gletscher im Gipfelkessel in den nördlichen und den südlichen Ferner, so sah es noch 1960 aus. Mittlerweile ist der südliche Teil beinahe verschwunden. Auch der nördliche, der inzwischen wie eine graue Geröllpiste aussieht, taut dahin, obwohl er jeden Sommer mit riesigen Planen bedeckt und vor direkter Sonne geschützt wird. Seit 1960 verliert er jedes Jahr einen Meter an Dicke. „Etwa 2050 wird er eisfrei sein“, steht auf der Tafel. Aber das ist schon überholt. Der Gletscher dürfte zehn Jahre früher verschwunden sein.

Der Winter, so scheint es, ist Garmischs Zukunft nicht. Klimaforscher Kunstmann hält es für möglich, dass man sich vom Skifahren als Geschäftsmodell bald völlig verabschieden muss. Denn auch der Kunstschnee, mit dem viele der Gemeinden sich schon heute behelfen, lässt sich nur an kalten Tagen herstellen. Er ist allemal eine Zwischenlösung.

Es gibt nur eine Möglichkeit, wenn sich die Alpenorte als Touristenziele behaupten wollen: Sie müssen zusehen, dass sie auch im Sommer mehr Besucher in die Berge rufen. Zur Zugspitze kommen schon jetzt mehr als die Hälfte der rund 400 000 Übernachtungsgäste im Sommer. Der höchste Gipfel ist das ganze Jahr eine Attraktion, auch die Nähe zu München lockt viele Urlauber an, ebenso die nahen Königsschlösser. Bislang kommen eine halbe Million Besucher im Jahr ins Skigebiet Garmisch. Doch fehlt bisher ein schlüssiges Gesamtkonzept, wie der Ort einmal die Einnahmeneinbußen auffangen soll.

Zudem bringt der Klimawandel noch ein anderes Problem: Selbst wenn der Schnee künftig fehlt, der Regen wird kommen – und mit ihm das Wasser, warnt Klimaforscher Kunstmann und tippt auf eine bunte Punktewolke in seinem Simulationsprogramm. Die besagt, dass extrem trockene Phasen im Sommer zunehmen werden, genau wie Tage mit Starkregen. „Es wird immer häufiger zu Extremereignissen kommen. Wir haben im bayerischen Raum in den letzten Jahren dreimal ein Jahrhunderthochwasser gehabt: 1999, 2005 und 2013.“

Es werden nicht die letzten in diesem Jahrhundert gewesen sein. Seit der Jahrtausendwende bauen viele bayerische Kommunen dagegen an und sichern ihre Orte mit Dämmen und Überflutungsflächen gegen das Hochwasser. Garmisch allein hat seit 1990 schon 50 Millionen Euro dafür ausgegeben.

Einer der drei Flüsse in Garmisch ist dank dieser Investitionen mittlerweile fit für ein neues „Hq100“, wie das Codewort für den erfolgreichen Abfluss eines Jahrhunderthochwassers im Planerdeutsch heißt. Billig, das sieht man daran, wird diese Anpassung nicht. Aber sie ist zu bewältigen.

Beispiele wie das von der Zugspitze gibt es überall auf der Welt. In fast jedem Land kämpft irgendjemand gegen klimatische Veränderungen. Und auch wenn sie im Einzelnen noch so unbedeutend sein mögen, ergeben sie zusammengenommen ein erschreckendes Bild. Das haben auch die Politiker bemerkt. Noch nie waren sich so viele Staats- und Regierungschefs einig, dass der Klimawandel eine ernsthafte Bedrohung darstellt – und dass die Emission von Treibhausgasen die wichtigste Ursache für die Erwärmung ist. Die Politiker verbreiten im Vorfeld des Pariser Gipfels denn auch Zuversicht. Anders als bei vorherigen Treffen signalisieren diesmal auch China und die Vereinigten Staaten, die gemeinsam für fast die Hälfte der globalen Kohlendioxidemissionen verantwortlich sind, ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Es gilt als wahrscheinlich, dass ein gemeinsames Bekenntnis zu strengeren Klimaschutzmaßnahmen zustande kommt.

© Imagebroker Das Meer verschluckt die Inseln, immer höher steigt der Meeresspiegel im Nord-Ari-Atoll auf den Malediven.

Die Frage ist, wie ernst dieses Bekenntnis dann tatsächlich genommen wird. So kündigte der amerikanische Außenminister John Kerry unlängst schon an, dass ein etwaiges Abkommen in den Vereinigten Staaten kaum Gesetzeskraft erlangen wird – wegen des Widerstands von Republikanern, die bestreiten, dass es einen menschengemachten Klimawandel überhaupt gibt. Und selbst wenn ein international bindender Vertrag unterzeichnet würde: Die Erfahrungen mit dem 1997 ohne China und Amerika verabschiedeten Kyoto-Protokoll deuten nicht darauf hin, dass damit automatisch eine Minderung der weltweiten Emissionen eintritt. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die Pariser Beschlüsse den Klimawandel zwar aufhalten, aber nicht endgültig anhalten werden.

Die Wahrheit ist also: Der Klimawandel vollzieht sich schon lange. Und er wird weitergehen. Wenn wir nicht wollen, dass diese Veränderung unsere Lebensqualität gefährdet, sollten wir uns daran anpassen – möglichst ohne das Klima noch weiter zu schädigen.

Mit Energie und Einfallsreichtum sollte sich das schaffen lassen. In erster Linie müssen wir uns dafür über unser tägliches Umfeld Gedanken machen. Für einen Großteil der Menschheit werden das in den kommenden Jahrzehnten die Städte sein. Und wie es sich dort lebt, lässt sich beeinflussen. „Wie gut das Klima in einer Stadt ist, hängt unmittelbar damit zusammen, wie sie gestaltet ist“, sagt Josh Vanwyck. Der Kanadier arbeitet im Stuttgarter Klima-Ingenieurbüro Transsolar. Mit seinem Holzfällerhemd und den ordentlich-unordentlichen Locken sieht Vanwyck nicht unbedingt aus wie ein Klima-Aktivist, eher schon wie ein Hipster, der auf Reisen nicht unbedingt als Erstes an seine Klimabilanz denkt. Doch seine Begeisterung für grüne Stadtplanung ist echt – Grund genug offenbar, um von Kanada nach Stuttgart umzusiedeln. Sonnenbeschienene asphaltierte Plätze, die von riesigen Glas-Wolkenkratzern und mehrspurigen Straßen umgeben sind, erklärt Vanwyck, wirken als „Hitzeinseln“, die das Stadtklima zusätzlich aufheizen und Wärme binden, so dass es nachts kaum noch abkühlt.

Gerade die nächtliche Kühle ist aber wichtig, weil dank ihr die meisten europäischen Städte bisher ohne Klimaanlagen in Wohngebäuden auskommen. Hat eine Stadt zu viele Hitzeinseln, können extreme Klimaphänomene schlimme Folgen haben, Hitzewellen sind vor allem für Kinder und ältere Menschen gefährlich. Gibt es ausreichend Schatten, Wasser und hellere Bodenbeläge im Stadtbild, ist zunehmende Hitze für die Bewohner weit weniger bedrohlich. „An eine moderate Erwärmung könnten wir uns in Europa gut anpassen, wenn wir es klug anstellen“, sagt Vanwyck.

Mit seinen Kollegen plant Vanwyck, wie man Metropolen umgestalten kann: So haben sie an vielbefahrenen Plätzen den Verkehr beruhigt, Bäume gepflanzt und Springbrunnen gebaut. Damit wird aus einer unwirtlichen Hitzeinsel im Sommer eine kühle Oase. Und im Winter fegt der Wind nicht mehr so über den Platz.

Anpassungsmaßnahmen, wie sie Josh Vanwyck und seine Kollegen entwickeln, haben allerdings einen Nachteil: Sie können Temperaturanstiege nur bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Sollte sich Mitteleuropa tatsächlich in ein Wüstengebiet verwandeln, wie es extreme Szenarien nahelegen, können sie nichts mehr ausrichten. Die menschliche Fähigkeit zur Anpassung ist nicht unbegrenzt. Für die Bekämpfung des Klimawandels ist folglich eine gewisse Eile geboten. Es wäre begrüßenswert, wenn die Politiker in Paris mit dieser Aufgabe vorankämen. Aber wie soll das gehen, nach unzähligen gescheiterten Klimagipfeln?

© Nasa

Zwischen den 50er und 80er Jahren war es auf der Welt deutlich kälter. Die Karte der Nasa zeigt, dass die Durchschnittstemperatur in den letzten Jahren fast überall auf der Welt zugenommen hat. In der Arktis sind die veränerungen am größten.

Mit Optimismus vielleicht. Eigentlich ist der Klimawandel nämlich ein einfach zu lösendes Problem. Das behauptet zumindest der Klima-Ökonom Dieter Helm von der Universität Oxford. Helm forscht seit Jahrzehnten, mit welchen Marktmechanismen sich die Erderwärmung am ehesten aufhalten lässt. Inzwischen sei bekannt, was die Erderwärmung verursacht: Treibhausgase. „Wie man die reduziert, wissen wir: die Verbrennung fossiler Energieträger runterfahren“, sagt Helm. Im Vergleich mit der Frage, wie man etwa die Artenvielfalt auf der Welt erhalten könne, sei das ein Klacks. „Wir müssen es nur machen.“

Nur eines wird Helm zufolge dabei nicht helfen: der Klimagipfel. Der Ökonom, selbst nicht unbedingt von Selbstzweifeln geplagt, hält den Gipfel für narzisstisches Theater. „All diese Leute gehen hin, um sich wichtig zu fühlen“, sagt er. „Im besten Fall richten sie keinen Schaden an.“ Zur Weltrettung, findet er, seien die Vereinten Nationen nicht geeignet. Solche Zweifel an der globalen Klimapolitik sind gut begründet. Wer das vergessen hat, mag sich an das Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen vor sechs Jahren erinnern. Damals war die deutsche Kanzlerin hoffnungsvoll zu den Schlussverhandlungen angereist. Es half nichts. Nächtelang rangen die Delegationen im trüben dänischen Winter, ohne das Konferenzzentrum in der Nähe des Flughafens zu verlassen. Die Chinesen bemühten sich erst gar nicht dorthin, sie hielten Hof in ihrem Hotel und handelten mit dem amerikanischen Präsidenten einen Minimalkonsens aus, der hinterher nicht einmal ratifiziert wurde. Die Europäer hatten nichts mehr zu melden.

Umso ermutigender ist es, dass sich immerhin die Europäer selbst mit originellen Maßnahmen hervorgetan haben, um sich vor dem Klimawandel zu schützen oder an ihn anzupassen. Damit ist nicht unbedingt die deutsche Energiewende gemeint, die in den vergangenen Jahren eher zu einer unerwünschten Renaissance des klimaschädlichen Kohlestroms geführt hat.

Eher zum Vorbild taugt die Strategie einer Stadt, die viele kleine Experimente ausprobiert, um sich an zunehmend extreme Wetterphänomene anzupassen. In Rotterdam dreht sich alles ums Wasser – denn es gibt einfach sehr viel davon. Es kommt von allen Seiten: Vom Meer und der Neuen Maas, dem Flussarm des Rheindeltas, es kommt vom Regen und durch das Grundwasser, das nur knapp unter dem Boden fließt, weil die niederländische Hafenstadt sechs Meter unter dem Meeresspiegel liegt.

Schon vor Jahrzehnten haben die Rotterdamer damit begonnen, sich gegen die einfallenden Wassermassen etwa mit Deichen zu verteidigen. Den Klimawandel spürt Rotterdam durch den steigenden Meeresspiegel und durch versalzene Flussbetten, weil sich das Meer immer weiter ins Land frisst. Im Sommer steht die Hitze in der Stadt mit ihren vielen Wolkenkratzern, im Winter fällt immer mehr Regen. Je stärker es schüttet, umso schneller laufen die Straßen voll, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht bewältigen kann.

Gegen die ganz großen Katastrophen hat sich Rotterdam nach dem Jahr 1953 gerüstet, als die Stadt von einer großen Sturmflut halb überschwemmt wurde. Schutzwälle, Sturmwehre und Deiche schützen Rotterdam nun vor den Fluten. Dass sich das Wasser trotzdem immer wieder Wege durch die Stadt sucht, damit leben die Rotterdamer seit Jahrhunderten. Sie haben Häuser auf Stelzen gebaut und ein Abflusssystem entworfen, in dem Pumpen das Wasser durch Kanäle und Rohre in die Maas leiten.

Doch vor zehn Jahren hat die Anpassung an den Klimawandel eine neue Qualität erreicht: Mit dem „Wasserplan“ will Rotterdam zu einer „klimageprüften Stadt“ werden, bis 2035 soll jeder Winkel der Stadt angepasst sein. Damit ist die holländische Hafenstadt inzwischen zu einem Vorbild für ganz Europa geworden, vielleicht sogar für alle Städte, die am Wasser liegen. Am eindrücklichsten lässt sich der Einfallsreichtum der Rotterdamer Planer am Rheinhafen mitten in der Stadt besichtigen. Wie überdimensionierte halbierte Fußbälle schaukeln dort drei Pavillons sanft in den Wellen, während der Wind den Regen hart gegen die durchsichtigen Waben peitscht. Der größte misst im Radius etwa zwölf Meter, insgesamt sind die drei verbundenen Räume unter den Kuppeln etwas mehr als 1000 Quadratmeter groß. Heizung und Klimaanlage regelt das merkwürdige Gebäude über Solarzellen und die Wasseroberfläche, die Pavillons sind somit Selbstversorger. Und mobil sind sie auch. Das heißt, sie könnten überall schwimmen, nicht nur im Rheinhafen von Rotterdam.

Bisher dienen die Pavillons nur als Konferenzzentrum und als ein schwimmendes Museum. Doch in der Zukunft könnten Gebäude wie diese rund um die Welt auf Flüssen oder in Häfen zu sehen sein. Denn in Zeiten des Klimawandels haben sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber Wohnungen auf dem Land: Wenn der Wasserpegel steigt, dann steigen sie mit.

Wer verstehen will, wie die schwimmenden Pavillons dabei helfen können, mit dem Klimawandel zu leben, fährt vom Rheinhafen am besten mit dem Wasserbus eine Viertelstunde bis zum „RDM-Centre of Expertise“. Das liegt auf einem alten Werftgelände der Rotterdamschen Droogdok Maatschappij, eines Schiffsbauunternehmens, das es zwar seit den achtziger Jahren nicht mehr gibt, aber dem Forschungszentrum im Hafen noch seinen Namen vermacht hat.

Quellen: BP; Global Carbon Budget/F.A.Z.-Grafik Walter

Hier arbeiten 1200 Studenten der Rotterdamer Fachhochschule im Innovationszentrum daran, den Hafen an den Klimawandel anzupassen und ihr Wissen an Firmen zu verkaufen. Unterstützt wird das Zentrum von den Mineralölkonzernen BP und Shell, also Unternehmen, die man gemeinhin eher auf der bösen Seite des Klimawandels einordnen würde. Doch auch sie sind daran interessiert, was die jungen Studenten in blauen Arbeitsanzügen an ihren Maschinen herausfinden und wie man ihre Forschung nutzen kann. Außerdem führt die Kooperation mit privaten Unternehmen dazu, dass Innovationen nicht nur aus Idealismus entstehen, sondern auch praxistauglich und übertragbar sind. In diesem Jahr haben die Stadtplaner jedenfalls mehr internationale Delegationen durch Rotterdam geführt als je zuvor, das Klimakonzept spricht sich herum.

Quellen: BP; Global Carbon Budget/F.A.Z.-Grafik Walter

Marjolijn van Eijsden steht genau für dieses Dreieck aus Lehre, Forschung und Unternehmenswelt: Die Ingenieurin hat „Delta Design“ studiert, also die Stadtplanung von Hafenstädten erforscht und sich dann auf Wassermanagement spezialisiert. Sie hat für die Firma gearbeitet, die hier im RDM die schwimmenden Pavillons gebaut hat. Seit einigen Jahren unterrichtet sie an der Universität. Sie sagt: „Wir dürfen den Fluss nicht einsperren, sondern müssen uns mit ihm entwickeln.“ Seit Anfang November kann sie daran endlich richtig forschen und nicht mehr nur auf dem Papier. Seitdem gibt es nämlich das „Aqua Dock“, das neueste Experiment im Klimaprojekt von Rotterdam. Deshalb steht van Eijsden jetzt im Regen auf einem schwimmenden Dock und erklärt, was es damit auf sich hat. Denn sehen kann man außer einem Steg noch nicht besonders viel.

Quellen: BP; Global Carbon Budget/F.A.Z.-Grafik Walter

Der Steg ist eine Forschungsstation, an der Unternehmen und die Universität testen, wie schwimmende Gebäude funktionieren. Der Idee nach dockt dort etwa ein schwimmendes Hotel an, in dem geprüft werden kann, ob es sich auf dem Wasser angenehm übernachten lässt. Genauso können Unternehmen dort Laborplätze mieten. Van Eijsden vermittelt dann Studenten, die daran mitarbeiten, schwimmende Arbeitsplätze zu schaffen.

Am Ende des „Aqua Docks“ liegt schon eine grüne Insel im Wasser, ein paar Möwen staksen durch das Grün. Einige Meter weiter schwimmt ein Baum auf einer Boje im Wasser. Roboter messen unter der Wasseroberfläche, ob die Pflanzen die Wasserqualität verbessern. Damit wären solche Inseln nicht nur ein grüner Fleck und Rückzugsort für Vögel, sondern würden auch noch etwas für die Umwelt tun. Gleichzeitig lassen sich aus den bepflanzten Inseln wiederum Rückschlüsse für die Statik von Gebäuden ziehen, in die dann nicht nur Möwen, sondern auch Menschen ziehen können.

Quellen: BP; Global Carbon Budget/F.A.Z.-Grafik Walter

Höhere Meeresspiegel lassen sich auf diese Weise gut bewältigen. Damit ist das Modell nicht nur tauglich für schnell wachsende Städte, deren Einwohner auch die Flüsse bevölkern. Es könnte auch ärmeren Staaten bei der Anpassung an den Klimawandel helfen, jedenfalls ließen sich dafür die vielen Milliarden sinnvoll ausgeben, mit denen die Industrieländer sie dabei unterstützen wollen. Schwimmende Stadtviertel könnten die Menschen etwa auf den Malediven davor bewahren, ihre Heimatinseln wegen des steigenden Meeresspiegels verlassen zu müssen.

Dämme und Schleusen können das Meer zurückhalten, gegen stärkere Niederschläge schützen sie Rotterdam nicht. Weil heftige Regenfälle in Zukunft wohl weiter zunehmen werden, suchte die Stadt auch dafür dringend eine Lösung.

Der Mann, der sie gefunden hat, heißt Dirk van Peijpe. Der Ingenieur hat mit seinem Designer-Büro „De Urbanisten“ einen sogenannten „Water Square“ gebaut. Der Platz ist ein riesiger Wasserspeicher, der vollläuft, wenn es regnet. Rohre leiten das Regenwasser der angrenzenden Schule, des Theaters, der Kirche und des Fitnessstudios in drei Pools. Dort wird es gespeichert und mit Rohren wieder zurücktransportiert. 1600 Kubikmeter fassen die Pools.

Früher sind Abwasser und Regenwasser bei starkem Regen in der Kanalisation zusammengelaufen. Dann vermischte sich sauberes mit dreckigem Wasser. Deshalb mussten häufig Reinigungstrupps ausrücken. Nun sind die Systeme getrennt. Aufgefangenes Wasser bleibt in den Speichern, bis der Regen aufgehört hat, und wird dann abgeleitet. Überall in der Stadt sollen solche Speicher entstehen. Die Idee dahinter ist, Regenwasser dort aufzufangen, wo es fällt. So unbequem der Regen während eines Unwetters ist, so nützlich kann das Wasser in trockeneren Zeiten sein. Gut also, wenn man es speichern und umleiten kann.

Genau wie die Projekte der Stuttgarter Stadtplaner sind die Rotterdamer Anpassungspläne nicht nur Notfallpläne zur Katastrophenbewältigung. Sie sollen auch die Lebensqualität erhöhen. Der Water Square ist ein Ort, an dem man gerne seine Freizeit verbringt. Denn trotz häufiger Regenfälle liegt der Wasserplatz die meiste Zeit auf dem Trockenen. In einer Senke zeigt sich dann ein kleines Fußballfeld mit zwei winzigen Metalltoren; über dem einen ragt ein Basketballkorb hervor. Rund um den Platz sind Treppen gebaut, die sich im Sommer gut zum Sehen und Gesehenwerden eignen. Eine weitere Senke haben sich die Skater der Stadt gesichert. Die Stufen und Geländer sind mit Wachs eingeschmiert, damit die Skateboards leichter darübergleiten. Das Fitnessstudio bietet Kurse im Freien an. Und die Kirche hat ein Freiluft-Weihwasserbecken bekommen, das sich an den Wasserkreislauf anpasst.

Wenn Ingenieur van Peijpe über den Platz geht und die kleinen Tricks seines Entwurfs erklärt, wie den Wasserfall, der bei Regen entstehen kann, dann grinst er wie ein kleiner Junge, der ein besonders schwieriges Lego-Technik-Auto zusammengebaut hat. 15 Jahre hat der Designer für die Stadt gearbeitet, seit 2009 plant er an dem Klimakonzept. In den Straßen gleich neben dem Water Square grüßen ihn Fahrradfahrer und Passanten. Jeder scheint ihn hier zu kennen, in dem Viertel, das bald als „District Zoho“ ein weiteres Klimavorbild werden soll. Gemeinsam mit der Stadt plant van Peijpe, das Quartier in einen grüneren Stadtteil zu verwandeln: Alte Bahntrassen sollen zu Oasen werden, grauer Beton den grünen Gärten weichen. Pflanzen speichern Wasser besser. Eine Designerin hat außerdem einen Pflasterstein entwickelt, der Wasser auffangen kann. Wo früher Parkplätze waren, sind schon heute Blumenbeete. Auch kleine Veränderungen bestimmen das Stadtbild Rotterdams und passen sich ein in das Ziel, die Stadt „klimafest“ zu machen.

Ideen wie die der Rotterdamer Stadtplaner verbessern nicht nur die Lebensqualität für hitze- oder flutgeplagte Stadtbewohner. Sie haben vor allem den Vorteil, dass sie den Klimawandel nicht noch weiter verschlimmern. Schließlich könnte man sich an höhere Temperaturen auch dadurch anpassen, dass man in alle Gebäude CO2-intensive Klimaanlagen einbaut – eine kontraproduktive Lösung.

Doch bei allen architektonischen Tricks und stadtplanerischer Kreativität steht fest: Ohne eine politische Anpassung wird die Erderwärmung nicht zu stoppen sein. Als Motivation und Vorbild für die Bürger müssen verbindliche Zusagen der Politiker kommen, gerade jetzt auf der Konferenz der Vereinten Nationen. Die Frage ist nur: Funktioniert das?

Anders als bei den früheren, gescheiterten Klimakonferenzen dürfen die Staaten diesmal selbst sagen, wie viel Kohlendioxideinsparung sie sich zutrauen. Den Maßstab für einen „Erfolg“ haben die Unterhändler deshalb bescheiden gesetzt. Ihnen genügt es schon, wenn sich die 196 Staaten dieser Welt auf einen Mechanismus einigen. „Es kommt darauf an, dass die Architektur stimmt“, sagen sie.

Das bedeutet: Neben dem Langfristziel soll das Abkommen eine Überprüfung nach fünf Jahren vorsehen, die rechtsverbindlich ist – und nach den Hoffnungen der Klimaschützer die Gelegenheit bietet, die Reduktionsziele noch Stück für Stück zu steigern. Gerade daran aber hapert es: Die Chinesen zögern noch, die Inder lehnen eine solche Überprüfung bislang ab.

Immerhin: Klimaschützer werten es als Fortschritt, dass die Relevanz des Themas von keinem maßgeblichen Politiker mehr bestritten wird. Chinesen und Amerikaner zum Beispiel, die sich vor sechs Jahren in Kopenhagen jeder Festlegung verweigerten, haben sich bewegt. Für die Pekinger Führung ist kaum ein Thema innenpolitisch so brisant wie die Luftverschmutzung in den Metropolen. Und auch in den Vereinigten Staaten ist der Wandel längst im Gang, davon künden Windkraftanlagen und Solarparks in der Wüste. „Die Welt ist heute eine andere, als sie in Kopenhagen war“, glauben Angela Merkels Leute deshalb.

© Comet Das Leben in der Wüste wird härter: Dorf in der Sahelzone.

Der Oxford-Ökonom Dieter Helm lässt sich seinen Optimismus ohnehin nicht von möglichen politischen Schwierigkeiten vermiesen. Er ist zuversichtlich, dass mittlerweile ausreichend viele Länder selbst wissen, was sie tun sollen, und bereit sind, es zu tun – auch ohne vollmundige globale Versprechen. „Kurzfristig ist es am wichtigsten, aus der Kohle auszusteigen“, sagt er. Schließlich sind Kohlekraftwerke mit Abstand die größten Kohlendioxidschleudern auf der Welt. Helm fordert deshalb, dass ein Großteil der Regierungen eine CO2-Steuer einführen sollte. Die Kosten der Verbrennung fossiler Brennstoffe seien vielen noch nicht bewusst, eine Steuer wäre daher ein klares Preissignal. Helm hält es für möglich, dass solche Steuern schon recht bald die Norm werden. „Denn die Regierungen brauchen das Geld.“

In der Politik sieht man das anders. Eine globale Steuer auf den Ausstoß von Kohlendioxid gilt als utopisch. „Das ist ziemlich weltfremd“, sagt einer, der mit den Verhandlungen vertraut ist. Würden sich marktkritische Staaten wie Ecuador oder Bolivien auf einen solchen Mechanismus einlassen, der den Klimaschutz nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage regelt? Wären Erdölstaaten wie Saudi-Arabien bereit, ihren wichtigsten Devisenbringer mit einer Strafsteuer zu belegen? Die Antwort der Unterhändler lautet: nein. Deshalb setzen sie auf eine Selbstverpflichtung der Staaten. Wie diese das Ziel auf nationaler Ebene dann umsetzen, bleibt ihnen selbst überlassen. Es gibt schließlich auch genug andere Wege, den Kohleausstieg voranzutreiben. In Amerika sinkt der CO2-Ausstoß seit geraumer Zeit, weil dank der Fracking-Revolution zunehmend billiges Gas verbrannt wird, dessen CO2-Bilanz mindestens doppelt so gut ist wie die von Kohlekraftwerken. Selbst in Deutschland zeigten sich langsam Entwicklungen in die richtige Richtung, sagt Dieter Helm. Und mit dieser Einschätzung ist der Ökonom nicht allein. Die Milliardenverluste, die Kraftwerksbetreiber wie Eon und RWE schreiben, sprechen ihre eigene Sprache.

„Kein Investor, der noch ganz bei Trost ist, würde heutzutage in Deutschland noch ein Kohlekraftwerk bauen“, sagt etwa der Klimaforscher Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Die kurzfristige Renaissance, die jüngst vor allem der deutschen Braunkohle zuteil wurde, hält er eher für eine kurzfristige Schwankung im System.

Langfristig wünschen sich Klimaforscher ähnlich wie Klimapolitiker eine komplett CO2-neutrale Weltwirtschaft. Allerdings glauben weder Helm noch Schellnhuber, dass sich dieser Strukturwandel von selbst erledigen wird. Zu viele Länder weltweit setzen für ihre Industrialisierung noch darauf, Kohle zu verbrennen. Ihr Anteil am globalen Energiemix hat sich seit den ersten Klimabeschlüssen im Jahr 1992 nicht verringert, sondern um gut fünf Prozentpunkte auf etwa 30 Prozent erhöht. Erneuerbare Energien können mit Preis und Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe nach wie vor nicht mithalten. Für eine völlig klimaneutrale Wirtschaft fehlt bisher die Technologie. Welche davon am Ende den Durchbruch bringen wird, darauf will noch niemand Wetten abschließen.

Subventionen für unausgereifte Wind- und Solaranlagen, wie sie Deutschland und Großbritannien seit Jahren zahlen, werden wohl nicht die erhofften Supertechnologien hervorbringen. Die größten Entwicklungschancen könnten Solarzellen und Batterien haben, wenn sie ordentlich weiterentwickelt werden. Schon heute arbeiten Forscher an ultradünnen Solarzellen, die sich wie Frischhaltefolie auf allen möglichen Oberflächen befestigen lassen, in Zukunft dürfte es winzige Batterien mit weit höheren Speicherkapazitäten als heute geben. Das wäre eine Energiequelle, die klimaneutral, günstig und überall verfügbar wäre. „Bis dahin müssen wir eben Gaskraftwerke bauen“, sagt Dieter Helm, der Ökonom aus Oxford.

Weil aber auch das den Klimawandel nicht sofort stoppen kann, geht es solange um „Resilienz“, wie es im Fachjargon heißt, sprich: um die Anpassung an den Klimawandel. Das vage Versprechen der Industrieländer, bis zum Jahr 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar zur Unterstützung der ärmsten Länder beim Klimawandel zu mobilisieren, dient auch diesem Ziel.

Nicht alle halten es für klug, diese Form der Entwicklungszusammenarbeit zum Teil der Klimaverhandlungen zu machen, deren oberstes Ziel eigentlich die Reduktion der globalen Treibhausemissionen sein sollte. Doch es geht bei den Klimaverhandlungen eben nicht nur um das Klima, sondern auch um die Frage nach globaler Gerechtigkeit und Moral. Nicht zuletzt deswegen inszeniert sich Deutschland gern als Klima-Vorreiter, obwohl die Anstrengungen der Energiewende die globalen Emissionen bisher um kein Gramm verringern konnten. Auch in der Debatte um die gefälschten CO2-Werte bei VW zeigt sich das moralische Gewicht der Klimadebatte.

© Rotterdam.nl Die Skyline von Rotterdam, davor drei Pavillons, die im Rheinhafen schwimmen. Dort kann man auch noch wohnen, wenn der Meeresspiegel ansteigt.

Es geht nicht nur um erneuerbare Energien. Es geht auch um Alternativen für das Trinkwasser, das durch den Anstieg des Meeresspiegels versalzt. Es geht um Vorsorge gegen die häufiger werdenden Naturkatastrophen, um Frühwarnsysteme für die Bevölkerung zum Beispiel. Solche Anpassungsstrategien wären selbst dann nötig und möglich, wenn sich der Temperaturanstieg tatsächlich noch auf zwei Grad beschränken ließe. Mit ihnen könnten wir es schaffen. Wenn wir nur wollen.

Titelbild: Wasserfälle fressen sich durch den Gletscher Ausfonna auf Spitzbergen (Foto Mauritius)
Multimedia: Bernd Helfert

Inhalte werden geladen.

Quelle: F.A.Z.

Veröffentlicht: 27.11.2015 10:48 Uhr