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Neuer Koalitionsstreit : FDP wirft Habeck „Verschrottungsorgie“ für funktionierende Heizungen vor

Eine Schornsteinfegerin kontrolliert die Abgaswerte einer Gasheizung im Dezember 2021. Bild: Marie-Luise Kolb

Laut einem Gesetzentwurf soll es von 2024 an nur noch klimafreundliche Heizungen geben. 20 Jahre später müssten auch bestehende fossile Anlagen raus. Die FDP hat Gegenvorschläge.

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          In der Ampelkoalition ist ein neuer Streit um die Energiepolitik entbrannt. Diesmal geht es um das Verbot neuer Heizungen, die mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Öl arbeiten. Die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP hatte verabredet, dass vom Jahr 2025 an neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energiequellen arbeiten müssen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will diese Auflage aber beschleunigen. Im Einklang mit der SPD, aber wieder einmal im Dissens mit der FDP.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          In einem Gesetzesentwurf aus Habecks Haus, der der F.A.Z. vorliegt, heißt es: „Der Koalitionsvertrag sah vor, dass ab dem Jahr 2025 jede neu eingebaute Heizung auf Basis von 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Die Regierungskoalition hat vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine entschieden, diese Vorgabe um ein Jahr auf 2024 vorzuziehen.“

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