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Entschädigung der Kohlereviere : Ab sofort fließt die Kohle

Ein Eimerkettenbagger arbeitet im Tagebau Vereinigtes Schleenhain unweit des Ortes Pödelwitz in Sachsen. Bild: dpa

Die Kohlereviere bekommen 41 Milliarden Euro. Jetzt gibt es die ersten Geldspritzen des Bundes für die betroffenen Bundesländer. Die zeigen sich erfreut.

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          An diesem Donnerstag beginnt die Bundesregierung damit, ein Füllhorn über den Kohlegebieten auszuschütten. Um die regionalen Folgen des bis 2038 beschlossenen Kohleausstiegs abzufedern, fließen bis zu 41 Milliarden Euro nach Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Davon gibt der Bund 26 Milliarden Euro direkt in den Revieren aus, etwa für Schienen- und Verkehrswege. 14 Milliarden stellt er den Ländern für lokale Vorhaben zur Verfügung. Eine weitere Milliarde erhalten besonders schwache Standorte von Steinkohlekraftwerken. Bis zu 180 Millionen kommen direkt den ehemaligen Braunkohlerevieren Helmstedt und Altenburger Land zugute.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Den Planungen zufolge erhalten die Braunkohlestandorte in Nordrhein-Westfalen bis zu 14,8 Milliarden Euro, für Brandenburg sind maximal 10,3 Milliarden vorgesehen, für Sachsen 10,1Milliarden und für Sachsen-Anhalt 4,8Milliarden. Damit das Geld für die ersten beiden Jahre schnell fließen kann, gründen Bund und Länder am Donnerstag ein sogenanntes Koordinierungsgremium für den Strukturwandel. Der Vertragsunterzeichnung hat das Bundeskabinett am Mittwoch zugestimmt.

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