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Teure Energiewende : Blackout in Hamburg

Das Kohlekraftwerk Moorburg ist an der Elbe zu sehen. Bild: dpa

Ein modernes, drei Milliarden Euro teures Steinkohlekraftwerk soll in Hamburg nach nur fünf Jahren vom Netz gehen. Das Beispiel zeigt: Am Ende zahlen Stromverbraucher und Steuerzahler für eine Politik, die mit wirtschaftlicher Vernunft nichts zu tun hat.

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          Wenn es um öffentliche Großprojekte geht, die sich verzögern oder finanziell aus dem Ruder laufen, hat auch Hamburg eine Menge Erfahrung. Die Elbvertiefung wird erst nach siebzehn Jahren Streit in der Politik und vor Gericht verwirklicht. Das Konzerthaus Elbphilharmonie an der Westspitze der historischen Speicherstadt ist mehr als elfmal so teuer geworden wie ursprünglich geplant. Jetzt steht ein privatwirtschaftliches Vorhaben kurz davor, im Strudel politischer Verwicklungen als Fehlschlag in die Geschichte der Stadt einzugehen. Der Energiekonzern Vattenfall will sein Steinkohlekraftwerk Moorburg im Hafengebiet stilllegen, nur fünf Jahre, nachdem der rund 3 Milliarden Euro teure Meiler ans Netz gegangen ist.

          Der Konzern aus Schweden, der hierzulande zu den größten Stromversorgern zählt, hat sich an einer Auktion der Bundesnetzagentur zur Stilllegung von Kraftwerkskapazität beteiligt. Dabei geht es darum zu ermitteln, welche Betreiber von Kohlekraftwerken bereit sind, ihre Anlagen für die niedrigste Entschädigung abzuschalten. Sollte Vattenfall zum Zuge kommen, könnte Moorburg, eine der modernsten und effizientesten Anlagen in Deutschland, schon von Ende dieses Jahres an ganz oder teilweise dichtmachen. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die sprunghafte Energiepolitik in Hamburg. Er wirft außerdem die Frage auf, inwieweit in der Hansestadt, dem größten Industriestandort Deutschlands, noch Investitionssicherheit herrscht.

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