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Betreiber gibt Projekt auf : Umstrittene Pipeline Keystone XL ist gescheitert

  • Aktualisiert am

Rohre für die Pipeline Keystone XL in Kanada Bild: Reuters

Die Pipeline Keystone XL wird kein Öl in die USA bringen. Nach jahrelangen Protesten von Umweltschützern und wechselnden Positionen amerikanischer Präsidenten hat der Betreiber das Projekt für beendet erklärt.

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          Das seit vielen Jahren von Umweltschützern bekämpfte Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL ist von seinen Betreibern endgültig beendet worden. Nach Prüfung der verbleibenden Optionen und Rücksprache mit der Regierung der kanadischen Provinz Alberta sei das Vorhaben beendet worden, teilte die TC Energy Corporation am späten Mittwoch (Ortszeit) in Calgary mit.

          Damit endet ein langer und zäher Konflikt zwischen der Ölindustrie und Umweltschützern. Dieser hatte auch Gerichte und die Politik in den Vereinigten Staaten und Kanada intensiv beschäftigt.

          Die Entscheidung des Unternehmens und der kanadischen Provinz kommt wenig überraschend. US-Präsident Joe Biden hatte die von Vorgänger Donald Trump erteilte Erlaubnis für den Bau nach seinem Amtsantritt wieder zurückgenommen. Biden folgte damit der Linie von Ex-Präsident Barack Obama, der das Projekt, bevor Trump ins Amt kam, bereits wegen Umweltbedenken untersagt hatte.

          Keystone XL sollte ein bestehendes Pipeline-System ergänzen, um mehr Öl in die USA zu bringen. Umweltschützer fürchteten den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase und Lecks.

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