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Handy, Kleidung, Möbel : Mit grünem Gewissen Geld verdienen

  • -Aktualisiert am

Gebrauchtes zu Geld machen lässt sich auf Flohmärkten wie hier auf dem Mädchenflohmarkt „Weiberkram“ in Neuss. Bild: dpa

Secondhand soll den Geldbeutel und das Klima schonen. Stimmt das überhaupt? Was sich alles gebraucht kaufen und verkaufen lässt.

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          Regale voller alter T-Shirts, Jeans, Blusen und Pullover tauchen die Wände in bunt gekachelte Muster. Ein leicht muffiger Geruch liegt in der Luft, und aus einem Retrolautsprecher knistert groovige Jazzmusik. Das Klischee von Secondhand-läden ist Kult. Eine Nische ist der Markt für Gebrauchtes aber schon lange nicht mehr. Laut einer Umfrage der Statistik-Plattform Statista haben 48 Prozent der Deutschen in den letzten 12 Monaten mindestens ein Teil gebraucht gekauft. Neben Kleidung sind vor allem Bücher, CDs, Möbel und Elektrogeräte beliebt.

          Svea Junge
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Hauptmotive der Käufer sind eindeutig: Sie wollen Kosten sparen und obendrein die Umwelt schonen. Tatsächlich spricht viel dafür, Gegenstände so lange wie möglich zu nutzen. Denn der ökologische Fußabdruck entsteht vor allem in der Herstellung, sagt Melanie Jaeger-Erben. Sie ist Leiterin der Forschungsgruppe „Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit“ der TU Berlin und des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM. „Mit jedem Jahr, das ein Produkt länger genutzt wird, verbessert sich die Ökobilanz“, sagt die Forscherin.

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