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„Nicht zum Nulltarif“ : Schäuble mahnt zu Verzicht wegen Klimaschutz

  • Aktualisiert am

Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble spricht Mitte November im Deutschen Bundestag. Bild: dpa

„Wir werden unser Leben ändern müssen“, sagt Wolfgang Schäuble. Einiges werde teurer werden. Der Bundestagspräsident hat auch eine Vorstellung davon, wo Bürger freiwillig Verzicht üben sollten.

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          Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat an die Deutschen appelliert, sich zugunsten des Klimaschutzes auf Abstriche in ihren Lebens- und Konsumgewohnheiten einzustellen. „Es gibt Klimaschutz nicht zum Nulltarif“, sagte Schäuble der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das Klimapaket der Bundesregierung dürfe den Menschen nicht „als soziale Wohltat“ verkauft werden.

          Heizen und Tanken würden teurer, auch wenn eine höhere Pendlerpauschale, niedrigere Strompreise und billigere Bahntickets bestimmte Härten abfedern sollten, betonte Schäuble. Der Umstieg in ein klimabewusstes Leben sei aber zu meistern: „Wir haben in der Geschichte viel größere Herausforderungen bewältigt.“

          Weniger Flugreisen?

          „Wir werden unser Leben verändern müssen“, sagte der Bundestagspräsident. Als Beispiel nannte er den Tourismus. Es sei „sicher ein großes Glück, einfach mal auf die Malediven zu fliegen oder Venedig zu besuchen“. Aber künftig sollten die Bundesbürger „von diesem Glück sparsameren Gebrauch machen“, forderte der CDU-Politiker.

          Auf Proteste gegen die geplanten Maßnahmen reagierte Schäuble gelassen: „Alle klagen! Wer nicht klagt, macht etwas falsch, denn er tritt nicht für seine Interessen ein. Aber wir müssen uns auch in der Klimadebatte davor hüten, uns in einen permanenten Erregungszustand hineinzusteigern, denn das vernebelt den Verstand.“

          Bundestag und Bundesrat hatten vergangene Woche das überarbeitete Gesetzespaket der Bundesregierung zum Klimaschutz verabschiedet. Es sieht ab 2021 einen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne vor. Auf der anderen Seite sollen Bahntickets schon zum bevorstehenden Jahreswechsel um rund zehn Prozent preiswerter werden. Ab 2021 soll außerdem eine Erhöhung der Pendlerpauschale für Entfernungen ab dem 21. Kilometer um zunächst fünf auf 35 Cent in Kraft treten.

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