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Stromprognose : Rechnet sich Altmaier die Energiewende schön?

Im Jahr 2030 soll der Stromverbrauch in Deutschland zu zwei Dritteln von den Erneuerbaren gedeckt werden. Bild: dpa

„Das ist Realitätsverweigerung“ – die Opposition wettert gegen eine Verbrauchsvorhersage aus dem Wirtschaftsministerium. Auch Fachleute runzeln die Stirn.

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          Am Standort Essen gibt Aluminiumhersteller Trimet einen Vorgeschmack darauf, wie die Industrie der Zukunft aussehen könnte: Ein Drittel der Produktionsanlage steht seit Mai vorigen Jahres bereit, einem Pumpspeicherkraftwerk gleich die Launen der erneuerbaren Stromerzeugung abzufedern und nutzbar zu machen. Bis zu 2000 Megawattstunden können die „Virtuelle Batterie“ genannten Elektrolyse-Öfen seither aufnehmen.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Das mehr als 130 Jahre alte Prinzip, dass es für die Produktion von Aluminium eine konstante Energiezufuhr braucht, hat Trimet damit flexibilisiert. Noch läuft die 36 Millionen Euro teure, von Land und EU mit je 2,3 Millionen Euro mitfinanzierte Anlage nur im Probebetrieb. Aber je weiter die Energiewende voranschreitet und die Verfügbarkeit von Strom davon abhängt, ob die Sonne scheint und der Wind weht, desto mehr gewinnt Flexibilität auf industrieller Abnehmerseite an Bedeutung.

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