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Nachhaltige Banken : Das kostet ein grünes Konto

Wohin fließt das Geld auf dem Konto? Auch Windräder können Banken durch die Einlagen auf dem Girokonto mitfinanzieren. Bild: Lucas Bäuml

Das Geld auf dem Girokonto kann auch Biohöfe und Windräder finanzieren statt Tabak oder Pelzwaren. Wie findet man die richtige Bank dafür – und was kostet das?

          5 Min.

          In Deutschland gab es laut der Bundesbank im Jahr 2020 109 Millionen Girokonten. Wechselfreudig ist dagegen nur ein kleiner Teil der deutschen Kontoinhaber – einer Untersuchung der Norisbank zufolge haben im Jahr 2020 nur 9,1 Prozent der Befragten ihre Bank gewechselt. Und wer sich doch für ein neues Konto entscheidet, hat vor allem einen Aspekt im Blick – die Kosten. Für immer mehr Verbraucher spielt aber auch die ethische und soziale Ausrichtung ihrer Bank eine wichtige Rolle. Kaum ein Kunde würde mit seinen Bankeinlagen wohl gerne indirekt dem Klima schaden wollen. Aber wie findet man als Anleger eine wirklich nachhaltige Bank?

          Antonia Mannweiler
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Dazu muss zunächst einmal geklärt werden, was ein Bankhaus ohne grüne Ausrichtung von einer mit einem moralischen Kompass überhaupt unterscheidet. Um das zu beantworten, muss man einen Schritt zurück gehen und die grundlegende Funktion der Bank in den Blick nehmen: Denn das Geld, das Kunden auf ihren Girokonten haben, liegt dort nicht etwa still und untätig. Es wird von den Banken in die Hand genommen und aktiv verwaltet. Ein Teil des Geldes wird dabei als Kredit an andere Verbraucher weitergegeben, etwa für den Kauf einer Immobilie. Den anderen Teil legt die Bank aber am Kapitalmarkt an. Und was damit geschieht und wohin das Geld dann konkret fließt, darauf hat der Kunde für gewöhnlich keinen Einfluss.

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