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Nachhaltig Wohnen : Unruhe unter Dämmern

Eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach wird mit einer Flüssiggasheizung kombiniert. Bild: obs

Die Dämmstoffindustrie ist alarmiert. Bauminister rücken von der einseitigen Ausrichtung an der Gebäudedämmung ab. Die Koalitionäre in Berlin sprechen von technologieoffenen Maßnahmen. Ein Paradigmenwechsel steht an.

          3 Min.

          Wer sein Haus zu einhundert Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Energien heizt, muss nicht dämmen. Er könnte ohne bauliche Veränderungen der weiteren Erderwärmung entgegentreten und Treibhausgase vermeiden. So simpel die Idee ist, so schwer ist sie in die  Praxis umzusetzen.

          Bernd Freytag
          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Der ohnehin stark wachsende Bedarf an erneuerbaren Energien würde erheblich zunehmen. Schon heute ist nicht klar, wo in Deutschland der „grüne Strom“ für einen klimaneutralen Umbau der Wirtschaft herkommen soll.

          Die Idee, dass Klimaschutz bei Gebäuden mehr ist als reines Dämmen, treibt dennoch immer weitere Teile der Politik um und hat nun, kaum beachtet, Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden. Die Dämmstoffindustrie jedenfalls ist alarmiert, denn SPD, Grüne und FDP schreiben in ihrer Regierungsvereinbarung unter dem Kapitel „Klimaschutz im Gebäudebereich“ ausdrücklich von „technologieoffenen Maßnahmen“.

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