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Künftiger Strombedarf : Altmaier schenkt reinen Wein ein

Ein Windrad dreht sich in der Nähe von Schönberg (Mecklenburg-Vorpommern). Bild: dpa

Wenn der deutschen Energiepolitik etwas gut tut, dann Ehrlichkeit im Umgang mit Zahlen. Das gilt nicht nur für den Strombedarf.

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          Lange beharrte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf großen Effizienzsprüngen, doch spätestens mit den schärferen Klimazielen war die Aussicht auf einen stagnierenden Strombedarf bei massiver Elektrifizierung von Autos und Heizungen nicht mehr zu halten. Hier nun noch vor der Wahl reinen Wein eingeschenkt zu haben ist ehrenwert; wenn der deutschen Energiepolitik etwas guttut, dann Ehrlichkeit im Umgang mit Zahlen.

          Nur: Schneller sprießen die Windräder zwischen Emsland und Allgäu deshalb nicht aus dem Boden, und selbst wenn sie es täten, fehlen immer noch die Netze zum Abtransport des erzeugten Stroms. Frühestens Mitte und wohl eher Richtung Ende des Jahrzehnts sollen Südlink & Co stehen, der Bau hinkt um Jahre hinterher.

          Das ist natürlich nicht alleinig die Verantwortung des scheidenden Wirtschaftsministers. Gleichwohl trägt Altmaier dafür eine Mitschuld. Selbiges gilt für die Stromkosten: Einmal mehr auf Rekordhoch, drohen sie Richtung 2030 weiter zu galoppieren. Auch hier tut mehr Ehrlichkeit not im Umgang mit Zahlen – und Kosten.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

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