https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/kuenftiger-strombedarf-altmaier-schenkt-reinen-wein-ein-17435943.html

Künftiger Strombedarf : Altmaier schenkt reinen Wein ein

Ein Windrad dreht sich in der Nähe von Schönberg (Mecklenburg-Vorpommern). Bild: dpa

Wenn der deutschen Energiepolitik etwas gut tut, dann Ehrlichkeit im Umgang mit Zahlen. Das gilt nicht nur für den Strombedarf.

          1 Min.

          Lange beharrte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf großen Effizienzsprüngen, doch spätestens mit den schärferen Klimazielen war die Aussicht auf einen stagnierenden Strombedarf bei massiver Elektrifizierung von Autos und Heizungen nicht mehr zu halten. Hier nun noch vor der Wahl reinen Wein eingeschenkt zu haben ist ehrenwert; wenn der deutschen Energiepolitik etwas guttut, dann Ehrlichkeit im Umgang mit Zahlen.

          Nur: Schneller sprießen die Windräder zwischen Emsland und Allgäu deshalb nicht aus dem Boden, und selbst wenn sie es täten, fehlen immer noch die Netze zum Abtransport des erzeugten Stroms. Frühestens Mitte und wohl eher Richtung Ende des Jahrzehnts sollen Südlink & Co stehen, der Bau hinkt um Jahre hinterher.

          Das ist natürlich nicht alleinig die Verantwortung des scheidenden Wirtschaftsministers. Gleichwohl trägt Altmaier dafür eine Mitschuld. Selbiges gilt für die Stromkosten: Einmal mehr auf Rekordhoch, drohen sie Richtung 2030 weiter zu galoppieren. Auch hier tut mehr Ehrlichkeit not im Umgang mit Zahlen – und Kosten.

          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Weitere Themen

          Neue Onlinebank startet 2024 oder 2025 in Deutschland

          JP Morgan : Neue Onlinebank startet 2024 oder 2025 in Deutschland

          Die größte US-Bank JP Morgan setzt auf berufstätige Privatkunden und will als Digitalbank von Berlin aus in weitere Länder expandieren. Offenbar beflügelt sie der Erfolg in Großbritannien – im Gegensatz zu Rivalen wie Goldman Sachs und Citigroup.

          Topmeldungen

          Zwei der Angeklagten mit ihren Verteidigern im Dresdener Juwelenraub-Prozess

          Prozess um Juwelenraub : Keinen Deal um jeden Preis

          Wandelt sich der Prozess um den Diebstahl aus dem Grünen Gewölbe zum Basar? Das Gericht sollte auf seinen Forderungen bestehen oder die Abmachungen mit den Angeklagten aufkündigen.
          Am verlagseigenen Imbiss: der Katapult-Chefredakteur Benjamin Fredrich (35) trat am Dienstagabend von seinen Ämtern zurück.

          „Katapult“-Chef tritt zurück : „Ich bin offensichtlich gescheitert“

          Benjamin Fredrich, der Gründer des „Katapult“-Magazins, tritt nach Vorwürfen zu seinem Ukraine-Engagement unerwartet zurück. Recherchen von „Übermedien“ hatten zuvor Probleme in der „Katapult Ukraine“-Redaktion und Beschwerden von Ex-Mitarbeitern aufgedeckt.
          Tun was für ihr Land: Rekrutinnen und Rekruten des Panzergrenadierbataillons 371 am 22. September 2022 beim Gelöbnisappell in Pockau-Lengefeld.

          Debatte über Wehrpflicht : Nur wählen und Steuern zahlen?

          Um eine Demokratie aufrechtzuerhalten, braucht es das Engagement der Bürger. In Schweden wurde die Wiedereinführung der Wehrpflicht zum Erfolgsmodell. Ein Blick über die Grenze.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.