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Energiewende in China : Klimaschutz in der Diktatur

Ein Kohlekraftwerk in Chinas nördlicher Provinz Shanxi Bild: AFP

Für die schnelle Abkehr von der Kohle müsste Chinas Führung die Interessen einer mächtigen Elite beschneiden – eine Konstellation wie geschaffen für einen Putsch. Außerdem hat das Land noch andere Probleme als saubere Luft.

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          In einer dramatischen Wende seiner Klimapolitik hat China versprochen, vor dem Jahr 2030 den Höhepunkt seiner Emissionen zu erreichen und 2060 unter dem Strich kein Kohlendioxid mehr auszustoßen. Im Kampf gegen die Erderwärmung wäre damit viel gewonnen, produziert das Land doch mehr Treibhausgase als Europa, Amerika und Japan zusammen.

          Das Vorhaben wird aber schwer, der Zeitplan ist sehr ehrgeizig. China will in dreißig Jahren schaffen, wofür andere die doppelte Zeit einplanen. In der EU lagen die Emissionen 1990 auf dem Höhepunkt, 2050 will sie klimaneutral sein. In China hat Pessimismus freilich keinen Platz.

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