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Kanzlerkandidat der Union : Jetzt wirbt auch Laschet für Solardächer

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Alles politisch korrekt: Solaranlagen auf den Dächern von Baden-Württemberg Bild: dpa

Armin Laschet entdeckt sein Herz für Fotovoltaikanlagen. Der Kanzlerkandidat der Union verspricht Hausbesitzern finanzielle Hilfe, wenn sie sich eine aufs Dach schrauben.

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          Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will den Bau von Fotovoltaikanlagen für Hausbesitzer attraktiver machen. „Damit niemand aus finanziellen Gründen auf ein Solardach verzichtet, legen wir das KfW-Deutschland-Dach-Programm auf, mit dem jeder Eigentümer ein zinsloses Darlehen für ein Solardach erhält“, schreibt Laschet in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“. Wer über den Eigenverbrauch hinaus seine gesamte Dachfläche für Fotovoltaik nutze und über einen netzdienlichen Speicher verfüge, müsse außerdem eine marktgerechte Einspeisevergütung erhalten.

          Deutschland brauche einen „Turbo für den Ausbau erneuerbarer Energien“, sagt der CDU-Politiker. Die Energiewende sei „der Motor für den Klimaschutz“. Dabei müsse aber stärker auf den freien Markt und weniger auf Regulierung gesetzt werden. „Die erneuerbaren Energien sind ohne staatliche Regulierung längst wettbewerbsfähig. Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen ist schon heute mit drei bis neun Cent je Kilowattstunde günstiger als etwa Kohlestrom oder Kernenergie“, so Laschet.

          Die Initiative von Laschet erinnert an den Vorstoß Baden-Württemnbergs vor ein paar Wochen. Mitte Juli beschloss die schwarz-grüne Regierung des Flächenlandes, dass vom 1. Mai 2022 an jedes neu gebaute Wohnhaus eine Solaranlage haben muss. Vom 1. Januar 2023 an müssen Hausbesitzer sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach bauen lassen, wenn sie den Dachstuhl grundständig sanieren. Die Kosten für eine Solaranlage für ein typisches Reihenhaus betragen etwa 10.000 Euro.

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