https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/greta-thunberg-fordert-siemens-zur-aufgabe-von-kohle-projekt-in-australien-auf-16576039.html

Bau Australien : Greta Thunberg fordert Siemens zur Aufgabe von Kohle-Projekt auf

  • Aktualisiert am

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg auf einer Demonstration in Norditalien. Bild: EPA

Das deutsche Unternehmen soll die Zugsignalanlage für eines der größten Kohlebergwerke der Welt liefern. Der Chef, Joe Kaeser, will am Montag darüber entscheiden, ob der Auftrag ausgeführt wird.

          1 Min.

          Vor der Entscheidung von Siemens über die Lieferung einer Zugsignalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien hat sich die Klimaaktivistin Greta Thunberg in die Kontroverse eingeschaltet. Es erscheine so, dass Siemens die Macht besitze, den Bau zu stoppen, zu verzögern oder zumindest zu unterbrechen, schrieb die 17 Jahre alte Schwedin am Samstag auf Twitter. „Am Montag werden sie ihre Entscheidung bekanntgeben. Bitte helft dabei, sie dahin zu bringen, dass sie die einzig richtige Entscheidung treffen.“

          Die Adani Group mit Hauptsitz in Indien will in Australien eines der größten Kohlebergwerke der Welt aufbauen, das aus fünf Untertageminen und sechs Tagebaustätten bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr fördern soll. Das Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft. Neben dem Klimaaspekt geht es dabei auch um den Verbrauch von Wasser, die Zerstörung von Lebensraum und den Transport der Kohle über das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt.

          Siemens soll für eine Zugstrecke vom Bergwerk zum Hafen Abbots Point Signaltechnik liefern. Angesichts von Protesten gegen die Pläne will das Unternehmen laut Konzernchef Joe Kaeser bis Montag entscheiden, ob der Auftrag ausgeführt wird. Kaeser bot der deutschen Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer am Freitag einen Sitz in einem Aufsichtsgremium des künftigen Unternehmens Siemens Energy an. Neubauer ließ offen, ob sie das Angebot annehmen wird. Sie werde Kaeser „sicherlich eine Rückmeldung dazu geben“. Die Kernfrage der Angelegenheit sei das aber nicht.

          Weitere Themen

          Ein Treiber und Getriebener

          Zum Tode Anshu Jains : Ein Treiber und Getriebener

          Als Co-Vorstandsvorsitzender verkörperte Anshu Jain über viele Jahre das Investmentbanking einer Deutschen Bank, die mit den amerikanischen Riesen der Branche wetteifern wollte. Nun ist er mit 59 Jahren gestorben.

          Anshu Jain mit 59 Jahren gestorben

          Früherer Deutsche-Bank-Chef : Anshu Jain mit 59 Jahren gestorben

          Nach fast fünf Jahren verliert Anshu Jain den Kampf gegen den Krebs, wie seine Familie berichtet. In seiner Zeit in der Deutschen Bank hat der zwischenzeitliche Co-Vorstandsvorsitzende die Kultur des Instituts stark geprägt.

          Topmeldungen

          Anshu Jain war eine so leidenschaftliche wie umstrittene Führungsfigur.

          Zum Tode Anshu Jains : Ein Treiber und Getriebener

          Als Co-Vorstandsvorsitzender verkörperte Anshu Jain über viele Jahre das Investmentbanking einer Deutschen Bank, die mit den amerikanischen Riesen der Branche wetteifern wollte. Nun ist er mit 59 Jahren gestorben.
          Videokonferenz zwischen Joe Biden und Xi Jinping im November 2021.

          China und Amerika : Ist ein Krieg noch zu vermeiden?

          Ob und wie sich der Wettkampf der Systeme kontrollieren lässt, wird öffentlich bislang kaum debattiert. Der Weckruf des ehemaligen australischen Premierministers Kevin Rudd ist angesichts der Taiwankrise aktuell wie nie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.