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Klimapolitik : „Wir brauchen zusätzlich 30 Milliarden Euro im Jahr“

Im Norden ist mehr Wind: Windräder in Schleswig-Holstein Bild: dpa

Der Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende und die Präsidentin des Energieverbands sprechen über die Kosten der Energiewende, das Verbot von Gasheizungen und die Schuldenbremse als Hemmschuh. Und sie erklären, warum Kernkraftwerke sich nicht rechnen.

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          Frau Wolff, kommt der Kohleausstieg 2038, wie es im Gesetz steht, oder 2030, wie die Grünen fordern?

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Wolff: Wir sollten kein Jahreszahlen-Bingo veranstalten. Aber wir sehen, dass die Kohlekraftwerke wahrscheinlich früher als 2038 vom Netz gehen werden, schon wegen der steigenden CO2-Preise. Dafür sorgt also der Markt. Wichtiger als das Ausstiegsdatum ist der Einstieg: Wir müssen jetzt die Erneuerbaren Energien schneller und konsequenter ausbauen als bislang – nur so schaffen wir den Kohleausstieg. Diese Beschleunigung gilt auch für die wasserstofffähigen Gaskraftwerke. Ohne diese Alternativen werden wir aus der Kohle nicht aussteigen können. Am Ende könnte es sein, dass die Bundesnetzagentur sagt: Dieses Kraftwerk könnt ihr nicht abstellen, weil nicht genügend saubere Kapazitäten aufgebaut wurden. Genau das müssen wir verhindern.

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