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Energiewende unter der Ampel : Die Atom-Diskussion wagen

Atomkraft: Zu Unrecht undiskutabel? Bild: dpa

Die Energiewende ist kein einfaches Unterfangen. Die Ampel möchte vermehrt auf erneuerbare Energien setzen, aus Gründen des Klimaschutzes. Eine andere Energiequelle fällt aus der Diskussion.

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          Das Wettrennen gegen den Klimawandel wird eng. Lange schien das Thema zeitlich und räumlich weit weg, man hörte von schmelzenden Gletschern, schwitzenden Eisbären oder überflutungsgefährdeten Südseeinseln. Doch seit es immer mehr Hitzesommer und Hochwasser auch hierzulande gibt, hat das Gefahrenbewusstsein zugenommen und damit die Bereitschaft, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Sei es durch Schulschwänzen oder durch die Wahl alter und neuer Ökoparteien: Die „Ampel“ will die erneuerbaren Energieträger massiv ausbauen und den Kohleausstieg vorziehen.

          Neben das Klimabewusstsein tritt in der Öffentlichkeit jetzt aber eine zweite, ziemlich bittere Erkenntnis: Dass nämlich der Umstieg auf Ökoenergien seinen Preis hat. Die Strom- und Gastarife klettern in der Sonderkonjunktur „nach Corona“ überall. Aber in Deutschland sind sie besonders hoch, nicht zuletzt wegen der EEG-Umlage und der neuen CO2-Abgabe. Der Strom wird ausgerechnet in einer Zeit teurer, in der Industrie, Verkehr und Gebäudewärme auf Elektrizität umgestellt werden sollen.

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