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Energiewende : Die Atomkraft lebt weiter

Das Atomkraftwerk Dukovany in der Tschechischen Republik Bild: ddp/imageBROKER/Lydie Gigerichov

Viele Staaten setzen nach dem Kohleausstieg auf Atomkraft, so zum Beispiel Tschechien. Die Grünen wollen das torpedieren – mit Hilfe der EU.

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          Atomenergie ist eine sterbende Form der Stromerzeugung. Das gilt zumindest für Deutschland, wo die letzten Anlagen spätestens im übernächsten Jahr abgeschaltet werden. Andererseits: Mit 449 aktiven Meilern in 31 Ländern lag die Zahl der Nuklearanlagen Ende 2019 kaum unter dem Vorjahreswert von 451, der höchsten je registrierten Zahl. Folgt man der „Atomtechnik“, dem Fachblatt der Kerntechnischen Gesellschaft, war ihre Kapazität mit 401.000 Megawatt nie größer.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Die vielkritisierte Technik zeigt einigen Überlebenswillen: Soeben erst haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihr erstes Atomkraftwerk in Betrieb genommen. Dem ersten Reaktorblock im arabischen Raum sollen drei weitere folgen. 54 Bauprojekte in 18 Ländern hatte die „Atomtechnik“ zum Jahreswechsel gezählt. Und dabei sind die 200 Baupläne, die nur auf Papier existieren, nicht mitgezählt.

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