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Russisches Gas : Investitionsruine LNG-Terminal

Ein LNG-Tanker löscht Flüssiggas im Hafen von Barcelona. Bild: Mauritius

Deutschland und die EU investieren Milliarden in LNG-Terminals. In fünf bis zehn Jahren aber werden die gar nicht mehr gebraucht.

          4 Min.

          Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verkauft den „Green Deal“ inzwischen vor allem als Programm gegen die Abhängigkeit vom russischen Gas und Öl. 210 Milliarden Euro soll die EU bis 2027 investieren, um sich unabhängig von Russland zu machen. Der größte Teil davon ist für den Ausbau der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz vorgesehen. 12 Milliarden Euro sollen allerdings in neue Infrastruktur für die Versorgung mit nicht russischem Flüssiggas (LNG), Gas und Öl fließen. Vor allem kurzfristig spielt LNG eine große Rolle in der Entkoppelung von Russland. Allein in diesem Jahr will die EU 50 Milliarden Kubikmeter russisches Gas durch nicht russisches LNG ersetzen.

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          So widersinnig das erscheint, die EU habe keine andere Wahl, sagt Klimakommissar Frans Timmermans. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) arbeitet schon mit Hochdruck daran. Deutschland investiert gerade 2,5 Milliarden Euro in vier schwimmende LNG-Terminals. Der erste soll Ende des Jahres liefern. In den nächsten Jahren sollen zudem mehrere feste Terminals gebaut werden.

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