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Markt oder Staat : Wie die Parteien das Klima schützen wollen

Protest vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Bild: dpa

Fast alle wollen Veränderungen – und das bald. Klimaschutz spielt eine große Rolle in diesem Wahlkampf. Die Ziele der Parteien sind ähnlich, die Herangehensweisen unterscheiden sich.

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          Viel mehr Strom aus Wind und Sonne, grüner Umbau der Industrie, Schluss mit Kohle, Öl und Gas – in Sachen Klimaschutz unterscheiden sich die Programme der etablierten Parteien zur Bundestagswahl auf den ersten Blick kaum. Mit Ausnahme der AfD betonen alle, dass es Veränderungen braucht und der Ausstoß von Treibhausgasen rasch purzeln muss. Die angekündigten Mittel und Wege aber sind doch sehr verschieden.

          Jan Hauser
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Auf ihren letzten Metern hatte die amtierende Bundesregierung einen Zahn zugelegt. Nach dem aufsehenerregenden Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts und den nachgeschärften EU-Zielen hat Schwarz-Rot die angestrebte nationale Klimaneutralität von 2050 auf das Jahr 2045 vorgezogen. Deutschland solle „deutlich vor Mitte des Jahrhunderts eine klimaneutrale Industrienation werden“, schreiben CDU und CSU in ihrem Wahlprogramm. Die SPD macht deutlich, dass es auch früher sein kann: „Spätestens 2045 werden wir klimaneutral wirtschaften.“ Geht es nach den Grünen, sei Klimaneutralität in Deutschland sogar schon „in 20 Jahren“ möglich. Noch mehr Tempo schreiben sich nur die Linken auf die Fahnen, die das Zieldatum 2035 formulieren.

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