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Projekte für Milliarden : Klimaretter Wasserstoff

  • -Aktualisiert am

Im Hochofen von ThyssenKrupp in Duisburg: Wie lassen sich Energiewende und der Erhalt von Stahlwerken am besten vereinbaren? Bild: dpa

Die Energiebranche hofft darauf und die Politik verspricht Milliardenhilfe. Doch hinter Wasserstoff stehen noch viele Fragezeichen.

          10 Min.

          Weit draußen auf dem Meer liegt die Zukunft. Zwischen Helgoland und der Sandbank Doggerbank soll eines Tages eine mächtige Windkraftanlage die Flügel kreisen lassen. Windräder auf hoher See sind nicht allzu selten. Ungewöhnlicher wird der Weg sein, mit dem die Energie an Land kommen soll: Die AquaVentus-Initiative will bis zu 10 Gigawatt Elektrolysekapazität aufbauen, mit der Wasserstoff aus Windenergie erzeugt wird. ­Dieser Einsatz soll das Klima retten oder zumindest in einem ersten Schritt im Jahr 2026 für ein grünes Helgoland sorgen: Mit einer Wasserstoff-Infrastruktur, Brennstoffzellen und Abwärme als Nebenprodukt will die Insel dann ohne Dieselgeneratoren und Treibhausgasemissionen auskommen.

          Jan Hauser
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nicht nur auf Helgoland soll an Wasserstoff kein Weg zur Dekarbonisierung vorbeiführen. Darauf setzen Energieunternehmen und auch die Bundesregierung mit einigen Fördermilliarden. Wasserstoff wird zum Hoffnungsträger und neuem Treibstoff für Lastwagen, Schiffe und Fabriken. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der bundeseigenen Deutschen Energie-Agentur (dena), sieht das als notwendig an. „Diese Dekade wird eine Phase der Elektrifizierung, aber ohne Wasserstoff wird es für die Klimaziele nicht reichen“, sagt er.

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