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Klimawandel und Skitourismus : „Wir können nicht die Welt tiefkühlen“

Skivergnügen sieht anders aus: In den Kitzbühler Alpen wurde im Oktober Restschnee aus dem Vorjahr zu einer Piste zusammengeschoben. Bild: dpa

Der Klimawandel verändert die Alpen tiefgreifend. Um dem Druck gerecht zu werden, müssen nun auch die letzten Freiräume für den Tourismus erschlossen werden – Skifahren wird zum Luxus.

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          Ein halber Meter Schnee ist nicht viel für Lackenhof. So viel gab es am Fuß des Ötschers in der dritten Woche des Jahres. Durchschnittliche Verhältnisse im Tal sind eineinhalb Meter. Vor einem Jahr waren es dank starker Niederschläge im Januar sogar zweieinhalb Meter. Der Ötscher ist ein rund zweitausend Meter hohes, weithin beherrschendes Bergmassiv im südwestlichen Niederösterreich. Das Gebiet gehört zu den Nördlichen Kalkalpen und ist eines ihrer östlichsten Hochgebirgsmassive. Hier lernen viele Wiener das Skifahren, weil die Region mit zwei Stunden Fahrtzeit aus der Bundeshauptstadt relativ rasch erreichbar ist. Fast drei Dutzend Schneekanonen und Schneelanzen seien im Einsatz, berichten Einheimische. Der Geschäftsführer der Seilbahnen will sich dazu nicht äußern, was merkwürdig ist für einen Vertreter der Branche. Vor zwei Jahrzehnten war es etwa die Hälfte. Das soll offenbar nicht an die große Glocke gehängt werden.

          Michaela Seiser

          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Trotz der vielen Schneekanonen sind nicht alle Pisten befahrbar – obwohl der Ötscher als schneesicher gilt. „Wenn im Winter vermehrt Niederschlag in Form von Regen fällt, ist das kein Problem bei genug Grundschnee. Wenn es zu wenig Grundschnee gibt, dann sind nicht alle Pisten befahrbar“, sagt Franz Heher, Betreiber der örtlichen Skischule. „50 bis 70 Zentimeter sind bei dieser Steilheit notwendig.“

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