https://www.faz.net/-gqe-a7ooc

Künstliche Kraftstoffe : Grünes Benzin aus Karlsruhe

  • -Aktualisiert am

Hoffnungsträger: Die Raffinerie-Anlage Miro in Karlsruhe Bild: akg / euroluftbild.de/Daniel Rei

Die baden-württembergische Landesregierung startet eine Pilotanlage, um alternative Kraftstoffe zu produzieren. Eine halbe Milliarde Euro soll das kosten.

          3 Min.

          Die größte Raffinerie Deutschlands soll künftig nicht nur Benzin, Diesel, Heizöl und Chemikalien aus Erdöl herstellen. Geht es nach dem Willen der baden-württembergischen Landesregierung, dann werden auf dem 450 Hektar großen Gelände der Mineraloelraffinerie Oberrhein (Miro) am Rheinufer in Karlsruhe bald auch künstliche Kraftstoffe entstehen. Sogenannte „Re-Fuels“ auf Basis von regenerativen Rohstoffen: produziert mit Strom aus Wasser und Kohlenstoffdioxid oder auf Basis von Biomasse und Abfällen.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Die Landesregierung im Autoland Baden-Württemberg setzt große Hoffnungen auf solche synthetischen Kraftstoffe, könnten sie doch die CO2-Bilanz der Autobauer relativ kurzfristig verbessern. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) kündigte in Stuttgart jetzt den Bau einer Pilotanlage mit einem Investitionsvolumen von 500 Millionen Euro auf dem Gelände der Miro an. Eine Projektgesellschaft unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) soll die Mittel einwerben. Den größten Anteil erhoffen sich die Beteiligten aus dem Fördertopf des Bundesverkehrsministeriums. Zudem sollen die beteiligten Maschinen- und Anlagenbauer, aber auch Autohersteller und Mineralölkonzerne angesprochen werden.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Danika Maia

          Plattform „Onlyfans“ : Die Mädchen von nebenan

          Auf der Plattform „Onlyfans“ wird Sex als Lifestyle verkauft. Während der Pandemie stieg die Zahl der Mitglieder von sieben auf neunzig Millionen. Über die Grenzen des Legalen und Legitimen wird gestritten.
          In Chiles Stadt Osorno warten ältere Bürger in einer Kathedrale auf eine Impfung gegen das Coronavirus.

          Aus der Krise geimpft : Was wir von Chile lernen können

          Noch vor Kurzem erschütterten soziale Unruhen das Land. Nun hat Chile eine der höchsten Impfquoten der Welt. Als Vorteil erweist sich just jenes liberale Wirtschaftsmodell, das zuletzt unter Beschuss stand.