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Folgen des Klimawandels : „Die Borkenkäferdynamik ist Wahnsinn“

Der Borkenkäfer setzt den Wäldern in Deutschland zu. Bild: Aders, Hannah

Es regnet mehr als im vergangenen Sommer – Deutschlands Wälder leiden dennoch. Für den Rohstoff Holz gibt es am Markt kaum noch Geld. Und der Borkenkäfer setzt den Förstern weiter zu. Wie kann der Wald der Zukunft den Klimawandel überstehen?

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Der Anblick gleicht einem Schlachtfeld. Zwischen abgesägten Ästen, geborstenem Holz und Rinde ragen nur noch Baumstümpfe aus der Erde. Der Boden unter den Füßen knirscht, bei jedem Schritt ist das Knacken toter Äste zu hören. Bis vor zwei Monaten sei hier noch dichter Fichtenwald gewesen, erzählt Ralf Bördner, Leiter des Forstamts Wiesbaden-Chausseehaus. „Ich glaube, am Ende des Jahres werden auch die Fichten daneben nicht mehr stehen“, sagt er und zeigt auf die Bäume am Rand der kahlen Fläche.

          Svea Junge

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Schaut man sich das Netz aus feinen Linien auf der Innenseite der Rinde an, wird schnell klar, wer dafür verantwortlich ist: der gefräßige Borkenkäfer. In normalen Jahren verteidigt sich die Fichte gegen den nur wenige Millimeter großen Schädling, indem sie Harz bildet. Leidet der Baum aber an Wassermangel, ist dieser natürliche Abwehrmechanismus gestört. Wie in den vergangenen beiden Jahren ist es auch diesen Sommer in weiten Teilen Deutschlands zu trocken. Zwar regnet es in vielen Regionen häufiger, auch ist es vielerorts nicht ganz so heiß. Aber die Regenmengen reichen nicht, um bis in tiefere Bodenschichten vorzudringen. Der Boden ist staubig, das Unterholz ausgedörrt. Schädlinge haben leichtes Spiel.

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