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Energiekosten steigen : Was taugen die Alternativen zur Ölheizung?

Ausrangierte Heizkörper: Millionen Systeme in Deutschland gelten als veraltet. Bild: dpa

Zum Wohle des Klimas verteuert die Politik Öl und Gas – und hofft auf die Durchsetzung von Alternativen wie der elektrischen Wärmepumpe. Verbraucher stellt das vor schwierige, aber nicht unlösbare Probleme.

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          Die Elektromobilität soll den Kohlendioxid-Ausstoß des Verkehrssektors senken. Doch nicht nur dort wird derzeit viel über den Einsatz neuer Technik diskutiert. Auch wenn es um ihre Heizung geht, denken Verbraucher stärker denn je darüber nach, in neue Geräte zu investieren. Grund ist das Klimapaket der Bundesregierung, das den Verbrauch fossiler Energie vom Jahr 2021 an mit einer CO2-Abgabe schrittweise verteuern soll. Welche konkreten Folgen dieser Preisaufschlag auf jede verkaufte Einheit Heizöl und Erdgas für die Endkunden hat, hat das Verbraucherportal Verivox jüngst errechnet.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Demnach kommt auf eine drei- bis vierköpfige Familie mit Ölkessel im Keller, die jährlich 20.000 Kilowattstunden für Raumwärme und Warmwasser benötigt, eine Mehrbelastung von anfänglich 63 Euro brutto zu. Unter Annahme konstanter Energiepreise steigt ihre Rechnung im übernächsten Jahr von 1341 auf 1404 Euro. Bis zum Jahr 2025 erhöht sie sich dann schrittweise auf 1564 Euro im Jahr, was 223 Euro oder knapp 17 Prozent mehr sind als heute. Auch wer mit Gas heizt, muss künftig draufzahlen. Weil dieses aber etwas klimafreundlicher als Öl ist, werden im Jahr 2021 1262 statt bislang 1214 Euro fällig. Der Aufschlag beträgt damit lediglich 48 Euro. Im Jahr 2025 sind 168 Euro mehr und insgesamt 1382 Euro zu entrichten, ein Plus von rund 14 Prozent.

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