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Netzbetreiber und Gewerkschaft : „Grüner Strom garantiert für 5 Cent“

Sieht in Ostdeutschland viel Potential für Unternehmen: Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE. Bild: Helge Kru?ckeberg

Die Chefs des Netzbetreibers 50Hertz und der Gewerkschaft IG BCE, Stefan Kapferer und Michael Vassiliadis, über einen festen Strompreis für die Industrie und sture Umweltschützer.

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          50Hertz und die anderen Übertragungsnetzbetreiber greifen tief in die Tasche. Ihr Netzentwicklungsplan sieht Investitionen von mindestens 72 Milliarden Euro vor. Brauchen wir wirklich immer neue Leitungen quer durch Deutschland?

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Kapferer: Daran führt kein Weg vorbei, wenn wir die Ziele für den Klimaschutz und die Energiewende erfüllen wollen. Derzeit beträgt die installierte Leistung von erneuerbaren Energien in Deutschland etwa 125 Gigawatt, bis 2035 müssen wir das ungefähr verdoppeln. Dazu braucht es den Netzausbau.

          Vassiliadis: Wenn Deutschland erst aus der Kernkraft und dann aus der Kohle aussteigt und zugleich Verkehr und Wirtschaft immer weiter elektrifiziert, müssen wir natürlich die Erneuerbaren gewaltig hochfahren und dafür die Netze bereitstellen. Bisher kann man sich als Rückgrat ja noch auf die fossilen Kraftwerke verlassen, aber das fällt weg. Die niedrig hängenden Früchte sind gepflückt, jetzt kommt der schwierige Teil der Energiewende.

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