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Energiewende : Ein Rekordjahr für den Ökostrom

Erneuerbare Energien erleben durch die Klimaschutzbewegung einen enormen Auftrieb. Bild: Wolfgang Eilmes

Die Klimaschutzbewegung bringt der Ökostrom-Branche so viele Kunden wie seit Fukushima nicht mehr. Bis zu 20.000 Verträge werden sie 2020 abschließen.

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          Mitten in der Corona-Pandemie steuert die Ökostrom-Branche auf neue Höchststände zu. Auch wenn Klimastreiks und Kundgebungen vorübergehend ausfallen mussten, zeigt der „Greta-Effekt“ anhaltende Wirkung. „Durch Fridays for Future ist die Klimakrise trotz Corona wieder verstärkt ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Das macht sich bei der Wahl des Stromanbieters bemerkbar, weil immer mehr Menschen mit CO2-frei erzeugtem Strom einen direkten eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten“, sagt Oliver Hummel, Vorstand der Düsseldorfer Naturstrom AG. Der hinter Lichtblick aus Hamburg zweitgrößte deutsche Ökostromspezialist rechnet deshalb mit einem Rekordjahr. „So hohe Kundenzuwächse hat es seit dem Fukushima-Jahr 2011 nicht mehr gegeben“, sagt Hummel, der im Vorstand den Energiehandel verantwortet.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Durch die Reaktorkatastrophe in Japan waren die Ökostrom-Anbieter in den Blickpunkt gerückt. Aber der Schwung flaute danach wieder ab. Erst 2019 ging es wieder deutlich in die andere Richtung, wie der Jahresabschluss von Naturstrom mit einem Umsatzplus von 20 Prozent auf knapp 360 Millionen Euro belegt. Und die Kurve zeigt weiter nach oben: Corona habe im Frühjahr eine kleine Delle bei der Belieferung von Gewerbekunden verursacht, aber die werde durch den steigenden Absatz von Haushaltsstrom überkompensiert, sagte Hummel.

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