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Pipeline Nord Stream 2 : Amerikanische Botschafterin fordert Stopp der Bauarbeiten

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Rohre für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 werden auf dem Gelände des Hafens Mukran bei Sassnitz gelagert. Bild: dpa

Seit Ende 2019 ruhen die Bauarbeiten. Doch könnten an diesem Wochenende die Arbeiten für ein 2,6 Kilometer langes Teilstück der Pipeline wieder aufgenommen werden.

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          Die amerikanische Botschaft hat die Bundesregierung aufgerufen, einen Weiterbau der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 zu verhindern. „Jetzt ist der Zeitpunkt für Deutschland und die EU, ein Moratorium für den Bau der Pipeline verhängen“, sagte die geschäftsführende amerikanische Botschafterin in Berlin, Robin Quinville, dem „Handelsblatt“ (Samstag). Dies würde ein deutliches Zeichen setzen, dass Europa „das anhaltende bösartige Verhalten Russlands nicht länger hinnimmt“. Die Pipeline sei nicht nur ein wirtschaftliches Projekt, sondern das politische Werkzeug des Kremls, um die Ukraine zu umgehen und Europa zu spalten.

          Wegen der amerikanischen Sanktionen waren die Bauarbeiten Ende vorigen Jahres gestoppt worden. Westliche Spezialschiffe für die Verlegung der Rohre wurden wegen drohender Strafmaßnahmen der Vereinigten Staaten abgezogen. Kremlchef Wladimir Putin hatte betont, dass die Pipeline trotzdem aus eigener Kraft fertiggestellt werden solle. Russland will nun eigene Schiffe einsetzen. An diesem Wochenende könnten die Arbeiten für ein 2,6 Kilometer langes Teilstück der Pipeline wieder aufgenommen werden. Die Nord Stream 2 AG hat dafür seit langem eine Genehmigung vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Die Erlaubnis ist aber nur noch bis Ende des Jahres gültig. Das Unternehmen selbst äußerte sich nicht zu den Arbeiten.

          Die etwa 9,5 Milliarden Euro teure Pipeline ist zu 94 Prozent fertig. Durch die zwei jeweils rund 1200 Kilometer langen Leitungen von Nord Stream 2 sollen künftig jedes Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland gepumpt werden. Die vereinigten Staaten sind gegen das Projekt und begründen dies mit zu großer Abhängigkeit ihrer europäischen Partner von russischem Gas. Kritiker werfen den Vereinigten Staaten dagegen vor, nur ihr Flüssiggas in Europa besser verkaufen zu wollen.

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