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Kosteneffiziente Klimapolitik : „Der größte Hoffnungsträger der Menschheit“

Interstate 5 in Kalifornien: In keinem anderen Emissionshandelssystem wird eine so hohe Abdeckung erreicht wie in dem amerikanischen Westküstenstaat. 85 Prozent des dortigen CO2-Ausstoßes wird vom System erfasst. Bild: AFP

Deutschland will viel tun gegen die Erderwärmung, verschwendet dabei aber Unmengen an Ressourcen – sagt ein profilierter Umweltökonom. Wirksamer Klimaschutz wäre gar nicht so teuer.

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          Die menschengemachte Erderwärmung lässt sich verlangsamen, wenn alle mitmachen. Allerdings erfordert eine solche globale Kooperation das höchste Maß an Kosteneffizienz – die man gerade in Deutschland vermisse. Dabei gibt es mit dem EU-Emissionshandel schon seit 15 Jahren ein System, das zu geringen Kosten beträchtliche Emissionsminderungen bewirkt und deshalb Ausgangspunkt für alle weiteren klimapolitischen Bemühungen sein sollte.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das sind die Kernaussagen eines Gutachtens, das der Magdeburger Umweltökonom Joachim Weimann für die Friedrich-Naumann-Stiftung verfasst hat und das der F.A.Z. vorliegt. Als Ideal schwebt ihm ein globaler Handel mit Zertifikaten vor, die zum Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) berechtigen. Müssten sie kostenpflichtig erworben werden und würde die am Markt befindliche Menge stetig verknappt, sähen sich Emittenten weltweit zum Umstieg auf klimafreundlichere Technologien veranlasst. Doch selbst in der EU sind bislang nur Energieerzeuger, große Industriebetriebe und Fluggesellschaften zum Erwerb von Zertifikaten verpflichtet.

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