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Plastik-Recycling : Wo aus dem Gelben Sack etwas Neues entsteht

  • -Aktualisiert am

Bild: Frank Röth

Unternehmen werben gerne mit Produkten aus recyceltem Material. Aber wem gelingt es wirklich, altem Kunststoff neues Leben einzuhauchen?

          6 Min.

          Gegen Plastikmüll zu kämpfen ist angesagt. Der Großhändler Metro gab Anfang Juni eine mehrjährige Kooperation mit dem gemeinnützigen Unternehmen Plastic Bank bekannt. Ziel sei es, Millionen Plastikflaschen abzufangen und zu „regenerieren“, bevor sie im Meer landen. Der französische Fußballnationalspieler Paul Pogba bewarb jüngst ein Werbevideo des Snackwaren-Konzerns Lay’s, der aus recycelten Chipstüten Fußballfelder in Ländern wie Brasilien und Südafrika bauen will. Und Ende Juni präsentierte Lego einen Bauklotz-Prototypen aus recycelten Plastikflaschen. Zur Markteinführung blieb der Konzern vage.

          Kim Maurus
          Volontärin.

          Das Wort Recycling lässt die Verbraucher aufhorchen, besonders wenn bekannte Unternehmen es aussprechen. Dinge kaufen, auf denen „aus recyceltem Meeresplastik“ steht, lindert das schlechte Gewissen beim Einkaufen wie eine Feuchtigkeitscreme den Sonnenbrand. Aber ob die Shampoo-Flasche tatsächlich ausschließlich oder überwiegend aus Plastik besteht, das aus dem Meer gefischt wurde, steht nicht unbedingt auf dem Etikett. Und ob der Flüssigkeitsbeutel, der zu 100 Prozent recycelbar wäre, auch wirklich recycelt wird, ist nicht vorhersehbar. Dazu kommt: Längst nicht jeder Kunststoff lässt sich mal eben wiederverwerten.

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