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Photovoltaik-Anlagen : Genug, um den Bedarf aller Rechenzentren in Deutschland zu decken

Die Wohngenossenschaft Moeckernkiez in Berlin lässt zwei Photovoltaikdachanlagen installieren. Bild: Paul Langrock/Zenit/laif

Die Versorgung mit lokal erzeugtem Sonnenstrom bleibt kompliziert, wenn es um Mietshäuser geht. Das behindert die Energiewende.

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          In der Friedrich-Ebert-Siedlung im Frankfurter Gallus ging vor zwei Jahren Hessens größte Solaranlage ans Netz, die Strom für Mieter produziert. Die Module erstrecken sich über eine Fläche von 20.000 Quadratmetern und die Dächer von 35 Häusern. Da staatlich gefördert und Netzentgelte und andere Steuern und Abgaben entfallen, können Mieter hier bei Sonnenschein vergünstigt lokalen Grünstrom beziehen. Der Autarkiegrad liegt bei rund 40 Prozent.

          Niklas Záboji
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Es ist nicht das einzige Projekt, bei dem die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding mit dem Regionalversorger Mainova kooperiert – und die Energiewende im Bestand zu einer für alle Seiten lohnenswerten Sache machen will. Dennoch haben Mieterstromprojekte wie das in Frankfurt Seltenheitswert. Die Bundesnetzagentur zählt seit Einführung des Förderzuschlags im Juli 2017 bis Januar dieses Jahres 1974 geförderte Anlagen. Ihre installierte Leistung beträgt 40,5 Megawatt. Das ist wenig.

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