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Tourismus : Keiner will die Billigurlauber

In Partylaune: Deutsche Urlauber feiern am Strand von Arenal. Bild: dpa

Der Partytourist gerät in Misskredit: Viel saufen und wenig zahlen, das wollen viele Staaten nicht mehr. Hinzu kommt der Klimaschutz. Naht das Aus für den billigen Urlaub?

          4 Min.

          Urlaub könnte so schön sein. Wenn  nur die richtigen Touristen kämen. Doch an den begehrten Reisezielen mehren sich Klagen über zu viele Urlauber – und über Gruppen, die trotz Corona-Auflagen bierselig schunkeln. Nicht wenige Einheimische denken inzwischen, es kommen die Falschen: diejenigen, die wenig zahlen und für viel Aufsehen sorgen. Unter dem Eindruck feiernder Mallorca-Urlauber forderte Francina Armengol, Ministerpräsidentin der  Balearen, wer sich danebenbenehme und Gesundheit und Wirtschaft auf den Inseln gefährden wolle, solle zu Hause bleiben.

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Solche ungeliebten Gruppen aus Deutschland trifft man in El Arenal am „Ballermann“. Das Viertel auf Mallorca steht exemplarisch für Sorgenregionen im Tourismus. Es ist schnell mit dem Stadtbus vom Flughafen erreicht, anders als Familienhotels im Norden und Osten der Insel, zu denen Pauschalurlauber mehr als eine Stunde unterwegs sind. Wenig attraktiv für Partyhopper, die – außer an der Theke – sparen wollen. Eine Woche Pauschalreise ins Vier-Sterne-Domizil kostet im Norden in der Hauptsaison immerhin 1000 Euro.

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