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Nord Stream 2 : Putin und die Energiewende

Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Vladimir Putin im Januar. Bild: EPA

Der Giftanschlag auf Aleksej Nawalnyj lässt die Diskussion um Nord Stream 2 wieder hochkochen. Braucht Deutschland für die Energiewende eine weitere Gaspipeline aus Russland?

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          Es hätte eines vergifteten Oppositionellen kaum noch bedurft, schon vorher ließ sich die Frage immer lauter vernehmen: Wozu, um Himmels willen, braucht Deutschland eine weitere Gaspipeline aus Russland?

          Ob es nun die Vereinigten Staaten waren, andere europäische Regierungen oder eine wachsende Zahl von heimischen Stimmen aus Regierungs- und Oppositionparteien: Immer mehr Kritiker meldeten sich zu Wort. Und manche Befürworter zogen sich angesichts amerikanischer Sanktionsdrohungen vor allem auf das Argument zurück, man dürfe einem solchen Übergriff aus Washington nicht nachgeben.

          Dabei waren sich Befürworter wie Gegner des Projekts in ihrer Begründung oft erstaunlich einig. Regierung und Wirtschaftsvertreter antworteten auf die Frage, warum man Nord Stream 2 brauche: wegen der Energiewende. Grüne und Umweltverbände begründeten ihre Position, dass die Pipeline gerade nicht gebaut werden solle, mit dem Argument: wegen der Energiewende.

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