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Schäden durch den Klimawandel : Mörderische Hitze

Erschreckende Bilder, die der Klimawandel mit sich bringt: Im Dezember 2019 bricht in Bairnsdale in Australien ein Feuer aus. Bild: AP

Flut in Deutschland, Hitze und Waldbrände in Südeuropa: Überall auf der Welt kommt die Erderwärmung die Menschen teuer zu stehen – und manche bezahlen mit ihrem Leben.

          6 Min.

          Am Montag trat in der chinesischen Stadt Zhengzhou der Armeeveteran Wang Jinlei an einen mannshohen Zaun, den die Polizei vor der Me­trostation Shakou-Straße aufgestellt hatte. Unten, in den Waggons der Linie 5, waren sechs Tage zuvor 14 Menschen ertrunken, als in Zhengzhou von vier bis fünf Uhr nachmittags innerhalb von einer Stunde im Schnitt 201 Millimeter Regen fielen. Normalerweise regnet es 640 Millimeter über 12 Monate verteilt. In Zhengzhou wurde die Marke in nicht viel mehr als 24 Stunden erreicht.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.
          Claudia Bröll
          Freie Afrika-Korrespondentin mit Sitz in Kapstadt.
          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.
          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Vor der Metrostation hatten Trauernde Hunderte gelbe und weiße Blumensträuße hinterlegt. Also baute der Staat den mannshohen Zaun, auf dass die Öffentlichkeit die Kosten der Erderwärmung nicht sehe, die der größte Kohlenstoff-Emittent der Welt mit vorangetrieben hat. Chinesen glauben, dass sieben Tage nach dem Tod die Seele des Verstorbenen zu den Angehörigen nach Hause zurückkehrt. Sollten sie ihn doch verhaften, sagte Wang Jinlei – und riss am sechsten Tag den Sichtschutz ein.

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