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Indischer Netzwerker : Modis Kohleknecht

Gautam Adani hat Feinde rund um die Erde – von den Beschützern indigener Völker in Indien bis zu Umweltschützern in Deutschland oder Australien. Bild: AFP

Der wegen seiner Kohlemine in Australien kritisierte Milliardär Gautam Adani sucht die Nähe zu den Mächtigen in Indien. Dank dieser Kontakte hat er sich inzwischen unentbehrlich gemacht.

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          Leben, so darf man vermuten, muss für den Multimilliardär Gautam Adani ein Kampf sein. Feinde hat Adani rund um die Erde – von den Beschützern indigener Völker in Indien bis zu Umweltschützern in Deutschland oder Australien. Zu seinen Gegnern zählt er Staatsanwälte, Journalisten und Klimaaktivisten. Von Korruption über Geldwäsche, von Steuerhinterziehung bis zu Verstößen gegen das Lebensrecht Eingeborener reichen die Vorwürfe. Von seinem Kurs abbringen aber lässt sich Adani davon nicht.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          In Australien kämpft er seit nun neun Jahren gegen die Versuche, das Öffnen seiner riesigen Kohlemine hinter dem Barrier-Reef auch über Umweltprüfungen zu verzögern. Zugleich zogen sich Banken, die sich – anders als der deutsche Industriekonzern Siemens – die Finger nicht schmutzig machen wollen, zurück. Am Tiefpunkt der weltumspannenden Auseinandersetzung aber veröffentlicht Adani seine Sicht: „Während die Arbeit am Carmichael Projekt voranschreitet, haben wir schon oft bewiesen, dass wir uns weder einschüchtern und davon abbringen lassen, unsere Versprechen umzusetzen.“ Dazu zähle auch, „Menschen in Entwicklungsländern, die verzweifelt auf der Suche nach bezahlbarer Energie sind, zu helfen, ihre Armut hinter sich zu lassen“.

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